Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 25. 07. 2022

Rückblick und Vorschau

Die EZB kommt zusammen, um über die Zinssätze und Interventionen am Anleihemarkt zu entscheiden. Die EZB hat sehr deutlich gemacht, dass sie beabsichtigt, die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte anzuheben. Eine andere Anhebung würde die Glaubwürdigkeit der EZB zerstören, ohne der Inflation zu entgegenzuwirken. Eine aktuelle Anhebung um 0,50 Prozentpunkte würde die Inflationsaussichten nicht verändern. Eine schnellere Straffung kann mit der Zeit erreicht werden, ohne dass die Glaubwürdigkeit der Zentralbank darunter leidet. – Paul Donovan, Ökonom, UBS Morning Audio Comment, www.ubs.com/pauldonovan, 21. Juli 2022.

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag zum ersten Mal seit 11 Jahren die Zinssätze erhöht... Die EZB überraschte die Märkte, indem sie ihren Leitzins um 50 Basispunkte anhob und den Einlagensatz auf Null setzte. Trader hatten mit einer geringeren Anhebung um 25 Basispunkte gerechnet. – Sylvia Amaro, «European Central Bank Surprises Markets With Larger-Than-Expected Rate Hike», www.cnbc.com, 21. Juli 2022.

Die Bullen übernahmen in der vergangenen Woche im Tauziehen um die Kontrolle über den Trend der weltweiten Aktienindizes die Führung, als an vielen Märkten wichtige Widerstände durchbrochen wurden. Dies passierte sogar, als die Europäische Zentralbank die Zinsen doppelt so stark anhob, wie angekündigt und das FED weiterhin eine weitere grosse Zinserhöhung für nächste Woche andeutet. Plötzlich kaufen die Anleger die Aussicht auf höhere Zinssätze, während sie noch vor kurzem aufgrund der gleichen Aussicht verkauft haben. Und warum? Weil höhere Zinsen nun die Wahrscheinlichkeit einer sanften Landung und keiner ernsthaften Rezession bedeuten. Da fragt man sich, wer das Narrativ kreiert (und ändert).

Das ist eigentlich egal, denn dieses Phänomen passt in das geokosmische Drehbuch der Zyklen. Mit Jupiter in Widder erwarteten wir, dass Investoren und Trader ihr Vertrauen zurückgewinnen und aggressiver kaufen als sie verkaufen würden. Jupiter in Widder liebt die Spekulation und stellt sich gegen den Konsens. Der Konsens war bärisch. Die Stimmung der Anleger war am Boden. So mag es Jupiter in Widder. Der Markt war reif für eine Trendwende. Darüber hinaus befand sich der Markt am Ende seines Zeitfensters für ein Tief des mittelfristigen 23-Monate-Zyklus. Die Bedingungen waren genau so, wie es sich ein Spekulant vorstellt. Die fundamentalen Daten werden diese Frühindikatoren (Geokosmik und Zyklen) später einholen. Siehinken fast immer hinterher.

Das Marktverhalten war in den meisten Teilen der Welt ähnlich. Die meisten Indizes erreichten ihr Tief um den 17. Juni, bei der Venus/Saturn-Konjunktion, wie seither an dieser Stelle beschrieben. Und die meisten Indizes stiegen Ende letzter Woche auf ihren höchsten Stand seit den Tiefs von Mitte Juni.

Die vergangene Woche könnte auch für Gold und Silber eine Trendwende bedeutet haben. Gold fiel am Donnerstag, dem 21. Juli, auf 1678,40, als Jupiter sein erstes von drei Halbquadraten zu Saturn durchlief. Das war genau in der Unterstützungs- (und Kauf-) Zone, die den MMA-Abonnenten seit den Hochs vom 8. März bei über 2075 angezeigt wurde. Am Freitag stieg der Goldkurs um über 50 $ auf 1738,30. Das ist eine grosse Bewegung. Das ist eine Bewegung im Zeichen von Jupiter in Widder. Zur gleichen Zeit, als Gold sein Tief markierte, blieb Silber über dem Tief bei 18,01 der Vorwoche, was einen Fall von bullischer Intermarkt-Divergenz darstellt.

Bitcoin und Ethereum setzten ihre schöne Rallye in der letzten Woche fort und stiegen auf den höchsten Stand seit ihren Tiefs vom 18. Juni. Bislang handelt es sich immer noch um eine korrigierende Rallye, die völlig im Einklang mit den zyklischen und lunaren Mustern steht, die wir in unseren jüngsten Webinaren und Bitcoin-Reports besprochen haben. 

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

Die Zahl der Amerikaner, die in der vergangenen Woche einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt haben, ist auf den höchsten Stand seit acht Monaten gestiegen – das jüngste Anzeichen dafür, dass sich der historisch angespannte Arbeitsmarkt abzukühlen beginnt. Die am Donnerstag vom Arbeitsministerium veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Zahl der Anträge für die am 16. Juli zu Ende gegangene Woche auf 251.000 gestiegen ist, verglichen mit 240.000 in der Vorwoche. Dies war der höchste Stand der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung seit Mitte November. – Megan Henney, «Jobless Claims Rise to Highest level in 8 Months», www.foxbusiness.com, 21. Juli 2022.

Wir befinden uns mitten in einer atemberaubenden Umwälzung der Lebens- und Arbeitsweise in Amerika. Das Thema Homeoffice ist noch in der Findungsphase, aber seine Auswirkungen sind enorm. Wenn eine ganze Klasse von Menschen, die früher ins Büro gingen, zu Hause bleibt, wird das Pendlermodell, auf dem moderne Städte aufgebaut sind und von dem sie für ihre Einnahmen abhängen, auf den Kopf gestellt. Eine weitere wichtige Frage betrifft den Mangel an Arbeitskräften. Sie sehen das überall. Es gibt nicht genug Menschen, um die verfügbaren Stellen zu besetzen. – Peggy Noonan, «The 'Great Resignation' Started Long Ago», Wall Street Journal Online, 21. Juli 2022

Letzte Woche war es heiss in Europa, wirklich heiss, sogar für diesen urbanen Cowboy, der in der Wüste von Arizona lebt. In England wurde die höchste Temperatur seit dem 17. Jahrhundert gemessen. Hier in Amsterdam stiegen die Temperaturen auf über 100° Fahrenheit, etwas, das ich in den letzten 25 Jahren, seit ich einen Teil meines Sommers hier verbringe, nicht erlebt habe. Es ist eine meiner Lieblingsstädte auf der Welt. 

Viele werden diese Rekordhitzewelle als weiteren Beweis für die globale Erwärmung anführen. Aber in meiner Welt ist dies ein Spiegelbild von Jupiter (Übertreibung) in Widder (heiss), der nächste Woche, am 28. Juli, stationär wird und auf rückläufig dreht, während der Mars (heiss) sich ebenfalls schnell auf seine Konjunktion mit Uranus (rekordverdächtig) und dem Quadrat zu Saturn (Unbehagen) vom 1. bis 7. August zubewegt. Letzte Woche befand sich der Mond ebenfalls im Widder (heiss) und lief auf den Mars (heiss) im Stier zu, als die dreistelligen Temperaturen auftraten. Das ist vielleicht noch nicht vorbei. Mars in einem harten Aspekt zu Saturn (7. August) hat eine starke Korrelation zu extrem heissen oder kalten Temperaturen innerhalb von zwei Wochen, wenn sie in den Sommermonaten auftreten, unabhängig von der Hemisphäre. 

Zusätzlich zu ihrer Geschichte mit dem Wetter und beunruhigenden Naturereignissen (wie Erdbeben, Wirbelstürme, Tornados, Stromausfälle und starke Winde) können harte Aspekte von Sonne und Mars zu Saturn und Uranus auch grosse Überraschungen und Störungen in politischen, wirtschaftlichen und Bank-Angelegenheiten aufzeigen. Wie bereits letzte Woche erwähnt, «geht richtig etwas ab». Wir stehen kurz davor, in eine geokosmische Zone «hoher Störungen» einzutreten. Sie befindet sich bereits im geokosmischen Einflussbereich. Wenn Sie Stabilität und Sicherheit suchen, ist dies nicht die Zeit, um behäbig oder verschlafen zu sein. Wenn Sie Aufregung und vielleicht etwas Chaos bevorzugen, ist dies die richtige Zeit für Sie. 

In der Zwischenzeit hat das grosse Zittern an mehreren Märkten begonnen, als Jupiter am Donnerstag, dem 21. Juli, sein erstes von drei zunehmenden Halbquadraten (45°, 1/8 Zyklusphase) zu Saturn bildete. Zu diesem Zeitpunkt wurden der Umschwung und die Erschütterungen deutlich. Die Bullen machten es den Bären nicht nur bei den Aktienindizes bis Freitag schwer, sondern auch bei Gold, Silber und den Währungen. Es war die Woche der «Rache der Bullen». Dies sind entweder Umschwungs- oder Ausbruchs-Signaturen, und im Moment sehen sie wie wichtige Umschwungsignale aus. 

Unsere jüngsten Studien zu diesem 20-jährigen Jupiter/Saturn-Aspekt zeigen eine bemerkenswerte Korrelation zu den Tiefs des DJIA-Zyklus innerhalb eines kurzen Zeitraums (der Dank gilt dem MMTA-Studenten und baldigen Absolventen Vincent Wang aus Singapur für seine Arbeit an dieser Untersuchung). Das Tief vom 17. Juni passt in das Zeitfenster für ein Tief des mittelfristigen Zyklus. Die «heiße Zone» liegt zwischen dem 21. Juli und dem 21. September, ± 1 Monat. 

Das letzte Mal trat dieser Halbquadrat-Aspekt 2002/03 auf, mit seinen ersten beiden Durchgängen im Oktober 2002 und März 2003. Zu dieser Zeit erreichten mehrere globale Aktienindizes ihre 6- oder 18-Jahres-Tiefs. Sie erinnern sich vielleicht, dass der NASDAQ von seinem Hoch Anfang 2000 bis zu seinem Tief im Oktober 2002 um 80 % fiel, während des ersten Durchgangs von diesem Aspekt. Der zweite Durchgang fand im März 2003 statt, als die europäischen Märkte ihre Tiefs zu Beginn des Irak-Krieg erreichten, der von den USA unter falschen Voraussetzungen begonnen wurde. Die anderen Ereignisse waren nicht ganz so dramatisch, aber dennoch beeindruckend. 

Diese Woche ist auch deshalb von Bedeutung, weil sie drei Jupiter-Aspekte enthält. Zusätzlich zur Rückläufigkeit von Jupiter am 28. Juli, steht die Venus am 25. Juli im Quadrat zu Jupiter, und die Sonne bildet am 31. Juli ein Trigon zum König der Planetengötter. Ausserdem steht der Neumond im Feuerzeichen Löwe (28. Juli). Wenn ein Markt in einen solchen Bereich planetaren Überschwangs und Übertreibung gerät, ist das normalerweise mit einem Hoch verbunden. Es gibt jedoch viele Fällen, bei denen dies stattdessen mit einem Tief zusammenfällt, wonach sich eine weitere starke Rallye entwickelt. Im vergangenen Jahr fiel der japanische Nikkei beispielsweise am 20. August 2021 auf sein 16,5-Monate-Tief, als Jupiter und Uranus ebenfalls hervorgehoben waren. Der Nikkei erreichte damals sein Tief im 16,5-Monate-Zyklus bei 26.954. Drei Wochen später, am 14. September 2021, stieg er auf 30.795, was einen Anstieg von 14 % und ein neues 30-Jahres-Hoch bedeutete. Dieses Niveau hat er seitdem nie wieder erreicht. So etwas könnte sich wiederholen. 

Dies ist der Sommer des Feuerwerks, der Hitzewellen, der Aufregung, des Chaos’ und der Unbeständigkeit. Er ist übermütig und sorglos in einer Welt voller Gefahren und Störungen. Manche mögen es heiß. Andere, die es nicht mögen, sollten sich besser aus der Hitze zurückziehen. Die Märkte können wild sein. Dies wird wahrscheinlich kein Sommer der Liebe werden. Aber es könnte ein Sommer der Leidenschaft, der Proteste und des Lebens auf der wilden Seite sein. Es könnte noch eine ganze Menge mehr abgehen.

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

Abonnements: 1 Jahr Fr. 420.– / € 399.–, 4 Monate Fr. 160.– / € 154.– oder 2 Monate Fr. 85.– / € 82.–
Der deutschsprachige Börsenbrief von Raymond Merriman bietet einen einzigartigen langfristigen Ausblick auf die folgenden Märkte: den DJIA (Dow Jones Industrial Average), den SMI (Swiss Market Index), den DAX (Deutscher Aktien-Index), Gold und Silber, Währungen sowie Rohöl.
Der MMA Cycles Report auf Deutsch erscheint einmal pro Monat und umfasst ca. 30–40 Seiten (inklusive 12–15 Charts).
Der Versand erfolgt nur per E-Mail.

Weitere Informationen / Bestellen

Subskriptionsangebot: "Voraussagen für 2023"

Die jährlichen Voraussagen, die seit 1976 von Raymond A. Merriman verfasst werden, bieten einen einzigartigen, präzisen Ausblick auf das jeweils kommende Jahr. Unter Anwendung von Zyklenforschung und mit Hilfe geokosmischer Faktoren werden in diesen jährlichen "Voraussagen" die politischen, wirtschaftlichen und finanzmarktrelevanten Trends für wichtige Länder und Märkte prognostiziert.

Bis zum 31. Oktober 2022 können Sie Ihr Exemplar "Voraussagen für 2023" zum Vorzugspreis von Fr. 55.- / Euro 55.- vorbestellen (danach Fr. 66.- / Euro 66.-). Bestellen Sie gleichzeitig mit dem Buch einen Report, erhalten Sie auf diesen 10 %. Dasselbe Angebot gilt für das englische Buch "Forecast 2023" zusammen mit der Bestellung eines Reports. Das engl. Buch kostet bis zum 31. Oktober CHF 45.- / Euro 45.-, danach CHF 55.- / Euro 55.-.

Weitere Informationen