Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 29.06.2020

Rückblick und Vorschau 

Die Aktien stürzten am Freitag ab, als ein erneuter Anstieg der COVID-19-Infektionen die Öffnung Amerikas nach dem wirtschaftlichen anstrengenden Lockdown zur Eindämmung der Pandemie verlangsamte. Die USA mit weltweit den meisten Infektionen, verzeichneten am Donnerstag ein Allzeithoch von etwa 40.000 neuen Fällen, nachdem Bundesstaaten und Städte damit begonnen hatten, Geschäfte, Restaurants sowie öffentliche Versammlungsorte wie Strände für die Menschen zu öffnen. – James Langford, “Stocks Slide as Coronavirus Spike Slows US Reopening,” www.foxbusinessnews.com, 26. Juni 2020.

Stephen Roach, führender Wissenschaftler der Yale University und ehemaliger Vorsitzender von Morgan Stanley Asia, warnt US-Dollar-Bullen. Der prominente Ökonom meint, die Ära des US-Dollars neige sich ihrem Ende entgegen, und er prognostiziert einen baldigen Rückgang der US-Währung um 35 % gegenüber deren wichtigsten Konkurrenten, wofür er das steigende Haushaltsdefizit und die schwindenden Ersparnisse verantwortlich macht. Er meint, der Aufstieg Chinas und die Abkoppelung der USA von ihren Handelspartnern schaffe die Voraussetzungen für eine dramatische Schwächung der US-Währung in den nächsten Jahren, die deren Vorherrschaft als globale Reservewährung beenden werde. – Mark DeCambre, “The Dollar is Going to Fall Very, Very Sharply, Warns Prominent Yale Economist,” www.marketwatch.com, 23. Juni 2020.

Dieser Monat hielt was er versprach. Vom 2. bis 30. Juni ist eines der mächtigsten geokosmischen Zeitfenster des Jahres in Kraft; wobei es sich um ein Jahr mit mehreren mächtigen geokosmischen Zeitfenstern handelt. So gibt es acht geokosmische Signaturen mit vier Level-1-Signaturen innerhalb eines Monats (Juni) – die zuverlässigste Korrelation zu den Hochs oder Tiefs des Primärzyklus – was diese Zeit zu einer wichtigen Periode geokosmischer Aktivität macht. Zu den acht geokosmischen Signaturen kommen zwei mächtige Finsternisse sowie der wilde heliozentrische Merkur im Schützen (16. bis 28. Juni). Wir können über die Ereignisse des zu Ende gehenden Monats reflektieren und stellen fest, dass der Juni in der Tat ein kritischer Monat war, von der erneuten Öffnung der verschiedenen Wirtschaften weltweit über neue Höchstwerte der COVID-19-Virus-Infektionen  in den USA bis hin zu Protesten gegen die Polizei und deren „Racial Profiling“, die zu Unruhen, Plünderungen und dem Aufruf zur Verteidigung der Polizei geführt haben sowie zur Zerstörung von Statuen, die Teil der Geschichte und Kultur Amerikas sind. Es war ein Monat zivilgesellschaftlicher Unruhen und kollektiver Ängste, an den man sich noch lange erinnern wird.

Es war auch ein Monat – und eine Woche – in welchem der NASDAQ am Dienstag, dem 23. Juni, ein neues Allzeithoch erreichte, zusammen mit einem neuen 7-Jahres-Hoch des Goldes auf 1796 am Mittwoch, dem 24. Juni, nur einen Tag vor dem Ende der Rückläufigkeit der Venus am 25. Juni.  Weder beim NASDAQ noch beim Gold erreichten verwandte Märkte neue Hochs. Das heißt, der DJIA und die S&P erreichten in der vergangenen Woche kein neues Allzeit- oder auch nur Primärzyklus-Hoch, und auch Silber stieg nicht auf ein neues Mehrjahres- oder auch nur ein Zyklushoch. Somit verzeichnen sowohl die Aktien als auch die Metalle zum geokosmischen kritischen Drei-Sterne-Umschwungdatum (KUD) der vergangenen Woche eine bärische Intermarkt-Divergenz. Auch Rohöl erreichte am vergangenen Dienstag, dem 23. Juni, bei 40,66 ein neues Nach-Crash-Hoch. Das Drei-Sterne-KUD lag zwischen dem 19. und 22. Juni. 

Die globalen Aktienmärkte erreichten zwischen dem 19. und 23. Juni entweder ein neues Nach-Crash-Hoch oder ein sekundäres Hoch, wobei es in allen Regionen zu bärischen Intermarkt-Divergenzen kam. Aber jetzt beginnt ein neuer Monat, und das schwer beladene geokosmische Zeitfenster des Junis endet diese Woche mit dem zweiten Durchgang der mächtigen Jupiter-Pluto-Konjunktion vom 30. Juni, einer geokosmischen Signatur, deren Dynamik für "extreme Maßnahmen" steht.

Kurzfristige geokosmische Signaturen  

Der IWF erklärte am Mittwoch, die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr um 4,9 % schrumpfen, während die Schätzung im April noch bei 3 % lag. Zu den am härtesten betroffenen Volkswirtschaften gehört jene der USA, der ein Rückgang von 8 % prognostiziert wird. – Josh Zumbrum, “IMF Sees an Even Sharper Contraction,” Wall Street Journal, 25. Juni 2020.

Die dreifache Rückläufigkeit von Saturn, Venus und Jupiter vom 10. bis 14. Mai korrelierte mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft in den USA und anderen Staaten. Sie korrelierte aber auch mit dem Wiederaufleben der COVID-19-Pandemie. Und vom 18. bis 25. Juni befanden wir uns in einer weiteren Periode einer dreifachen planetaren Richtungsänderung (Merkur und Neptun drehen zu rückläufig und Venus zu direktläufig). Wir sind zurück bei den Ängsten und der steigenden Zahl von Ausbrüchen des Coronavirus wie im März und April. 

"Panik und Hysterie", die andere Seite des "irrationalen Überschwangs", gehören zu den Themen des Jupiters im harten Aspekt zu Uranus, Neptun oder Pluto. Und natürlich steht in dieser Woche, am 30. Juni, der zweite Durchgang der Jupiter-Pluto-Konjunktion an. Der erste war am 4. April, dem Höhepunkt der Panik  (± 2 Wochen). Und nicht nur das; auch Saturn kehrt am 1. Juli – nach seinem kurzen Intermezzo im Wassermann vom 30. März bis 1. Juli – wieder in das Steinbockzeichen zurück. Wir kehren damit in die Zeit von Ende März zurück, nur dass die Volkswirtschaften dieses Mal offen sind (oder werden sie wieder geschlossen?). Wir sind wieder bei der kosmischen Herausforderung des "Steinbock-Stelliums", indem Jupiter, Pluto und Saturn durch den Steinbock laufen.

Die Menschen fragen sich: "Wie lange wird die Bedrohung durch die Pandemie andauern?“ Nun, die Dinge begannen sich zu verbessern, kurz nachdem Saturn am 21. März vom Steinbockzeichen in das Wassermannzeichen lief und der erste Durchgang der Jupiter/Pluto-Konjunktion am 4. April stattgefunden hatte. Diese Zeit entsprach dem Höhepunkt der Letalität. Da Saturn in den Steinbock zurückläuft, wo er bis zum 17. Dezember bleibt, könnte die Ansteckungszeit bis dahin andauern. Wir stellen auch fest, dass 1) der dritte und letzte Durchgang der Jupiter/Pluto-Konjunktion im Steinbock am 12. November stattfindet, 2) Mars vom 4. August 2020 bis zum 23. Januar 2021 ein dreifaches Quadrat zu Jupiter, Pluto und Saturn bildet und 3) der transitierende Neptun im Februar 2021 seine Opposition zu den aufgeladenen Graden von 15 bis 19 Grad Jungfrau verlassen wird. Aus kosmischer Perspektive sieht es also weiterhin so aus, als ob diese Bedrohung der Gesundheit von Oktober 2020 bis Februar 2021 einen zweiten Höhepunkt erreichen wird. Danach verschwindet sie langsam aus unserer Aufmerksamkeit.

Vor diesem Hintergrund liegt es ebenso nahe, dass internationale Reiseverbote bis Ende des Jahres in Kraft bleiben könnten, was für Fluggesellschaften, Hotels und Tourismusveranstalter nichts Gutes verheisst. Jupiter und Schütze regieren den Fernreiseverkehr, und sowohl Saturn als auch sein Herrscherzeichen Steinbock haben mit Einschränkungen zu tun. Wenn man also bedenkt, dass sich Jupiter (Reisen) im Steinbock (Einschränkung) befindet und dieser sich auf seine Konjunktion mit Saturn (Einschränkung) am 21. Dezember zubewegt, kann man die astrologische Korrelation zu "Reisebeschränkungen" erkennen. Jupiter und Saturn laufen nach dem 21. Dezember auseinander, und Jupiter hat dann das Steinbockzeichen verlassen und läuft durch den Wassermann. Das wird wieder eine Zeit für Fernreisen sein. 

Kurzfristig ist diese Woche wichtig, weil Jupiter am Dienstag, dem 30. Juni, eine Konjunktion mit Pluto bildet und Merkur am Mittwoch, dem 1. Juli, die Mitte seines rückläufigen Zyklus erreicht. Jupiter/Pluto-Aspekte können mit der übertriebenen Angst korrelieren, dass alles zusammenbricht, dass das Land oder die Welt außer Kontrolle geraten. Aber dies geschieht im Steinbock, so dass es unwahrscheinlich ist, dass das Land oder die Welt wirklich außer Kontrolle geraten. Hier geht es eher um irrationale Ängste. Im Steinbock werden sich die Kräfte, die Recht und Ordnung fordern, genauso lautstark Gehör verschaffen, wie diejenigen, die die Dinge niederreissen und Chaos auslösen wollen. Jupiter und Pluto mögen vielleicht das Chaos, aber der Steinbock mag es nicht, und diese Planeten befinden sich im Steinbock. Der Steinbock sagt, ‚Sie sind in meinem Haus willkommen, aber das gibt Ihnen nicht das Recht, meine Wände zu streichen. Sie müssen meine Regeln und Gesetze befolgen oder die Konsequenzen tragen.‘

Die Mitte der rückläufigen Merkurphase ist auch für Markt-Timing-Überlegung sehr wichtig. Jeder Markt, der nicht innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach dem Start der Rückläufigkeit (18. Juni) einen Umschwung vollzogen hat, ist ein Kandidat für einen Umschwung aus einem Hoch oder Tief, in der Mitte des Zyklus, am 1. Juli ± 1 Tag.

Ein weiteres wichtiges Zeitfenster zieht herauf, wenn die Sonne in Opposition zu Jupiter, Pluto und Saturn läuft (14. bis 20. Juli). Auch Merkur dreht am 12. Juli zu direkt. Oppositionen stellen Wendepunkte dar. Die Kombination deutet darauf hin, dass die Situation allmählich klarer wird und Entscheidungen wahrscheinlich aus einem neuen Bewusstsein heraus getroffen werden. Jede dieser Oppositionen weist eine Level 1-Korrelation mit den Hochs oder Tiefs des Primärzyklus auf. Daher sind die Märkte geneigt, ihre Richtung zu ändern. Dies könnte aber auch eine Zeit neuer politischer Ausrichtungen sein. Es können Entscheidungen getroffen werden, die sich auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte auswirken, und möglicherweise fällt der Ruf nach "Recht und Ordnung" sehr laut aus.

Das scheint das Thema der nächsten 2 bis 3 Wochen zu sein: Recht und Ordnung. Neue Gesetze oder Regeln, um dem Mangel an Ordnung zu begegnen. Dies kann sich als wertvoll für diejenigen erweisen, die sich um Disziplin bei ihrer Arbeit bemühen. Mit Disziplin (all diese Steinbock- und Krebs-Planeten!) kann in dieser Zeit viel erreicht werden. Ohne Disziplin und ohne sich an einen Plan und/oder Zeitplan zu halten, lädt man Konflikte, Chaos und Verluste ein. Für diejenigen, die sich dieser Weichenstellung bewusst sind, ist dies keine schwere Entscheidung.

Hinweis: Die US-Märkte sind aufgrund des Nationalfeiertages vom 4. Juli am Freitag, dem 3. Juli geschlossen. Dabei handelt es sich um das 244. Solar der Vereinigten Staaten von Amerika. 

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