Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 29. 11. 2021

Rückblick und Vorschau

Nachdem der Dow Jones Industrial Average kurzzeitig um mehr als 1.000 Punkte gefallen war, beendete er den Tag mit einem Minus von 905 Punkten oder 2,5 % und verzeichnete damit den stärksten Rückgang des Jahres am Freitag in der verkürzten Handelswoche (die US-Märkte schlossen wegen des Thanksgiving-Feiertags um 13.00 Uhr). Der Rückgang der Kurse erfolgte, nachdem Gesundheitsbehörden vor einer neuen, südafrikanischen Variante des Virus gewarnt hatten, die eine hohe Anzahl von Mutationen aufweist und sich unter jungen Menschen schnell ausbreitet. – Megan Henney, «Dow Posts Biggest Single-Day Drop This Year as New COVID-19 Variant Triggers Market Sell-Off», www.foxbusiness.com, November 26, 2021.

In einem klassischen Beispiel für einen «schwarzen Schwan» während des abnehmenden Saturn/Uranus-Quadrats brachen die globalen Aktienindizes am Freitag ein. Covid-19 zeigte sein hässliches Gesicht mit einer weiteren neuen Variante aus Südafrika. Dies ist eine atemberaubende Warnung vor dem, was die rückläufige Venus in Konjunktion mit Pluto sowie das dritte und letzte exakte abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat vom 19. und 24. Dezember mit sich bringen können.

Der US-Aktienmarkt könnte in der Weihnachtszeit einen schweren Rückgang wie zum 26. Dezember 2018 erleiden, nachdem das FED damals ankündigte, die Zinsen anzuheben. Die gleiche Botschaft gilt auch heute, und der Markt schien sie mit Fassung zu tragen; bis zum Freitag – bis zur Nachricht über eine neue Mutation von Covid-19, die die Weltbevölkerung bedroht. 

Bezüglich der Märkte und der geokosmischen Korrelationen sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Erstens: Der Ausverkauf zum 26. Dezember 2018 begann, nachdem die Venus Anfang Oktober 2018 rückläufig wurde. Dies ist normalerweise ein Zeitpunkt, zu welchem das FED oder eine andere Zentralbank eine überraschende Ankündigung macht, zum Beispiel eine unerwartete Änderung ihrer Zinspolitik. Der 19-monatige rückläufige Venus-Zyklus ist eines der stärksten und verlässligsten Korrelate zu Veränderungen in der Politik der Zentralbanken, sowie zu Primär- oder grösseren Zyklen der globalen Aktienindizes. Er findet am 19. Dezember erneut statt und die Venus bildet dabei eine Konjunktion mit Pluto. Pluto ist die planetare Entsprechung zu Schulden und Steuern, die auch in direktem Zusammenhang mit zinsbezogenen Märkten wie T-Notes und Währungen sowie mit Aktienindizes stehen. 

Ebenso wichtig ist der dritte Durchgang des abnehmenden Saturn/Uranus-Quadrats am 24. Dezember 2021. Der erste Durchgang fand am 17. Februar 2021 statt und fiel mit wichtigen Hochs an den japanischen und chinesischen Aktienmärkten zusammen. Die letzten beiden Voraussage-Bücher dokumentierten Studien, wonach die US-amerikanischen und britischen Aktienmärkte in einem Zeitfenster von einigen Monaten vor dem ersten Durchgang bis zwei Monate vor dem letzten Durchgang langfristige Zyklushochs erreichten. Das Allzeithoch des DJIA lag am 8. November bei 36.565, also etwas weniger als zwei Monate vor dem dritten und letzten Durchgang dieses Aspekts. Wir können nicht ausschliessen, dass das Hoch vom 8. November ein langfristiges Zyklushoch und der Beginn des stärksten Rückgangs seit dem Ausverkauf während der Pandemie vom 23. März 2020 (38 %) ist. Davor lag der stärkste Rückgang seit März 2020 bei 10,5 %. 2021 gab es bisher keine zweistelligen Abstürze. 

Ein weiterer Markt, den es zu beobachten gilt, sind T-Notes. Wie in den letzten Reports besprochen, läuft Jupiter am 28. und 29. Dezember 2021 in die Fische, wo er günstige Trigone und Sextile zur Sonne und Pluto im Radix des FED bildet. Wir waren der Meinung, das FED würde die Zinsen erst danach anheben oder seine lockere Geldpolitik beenden. Sollte die neue Mutation eine ernste Gefahr sein, wäre dies ein Grund für das Fed, die geplante Reduzierung ihrer geldpolitischen Stimulierungsprogramme zu verschieben. Mit Jupiter in den Fischen (29. Dezember bis 10. Mai) wird das FED dies wahrscheinlich dennoch tun, aber vielleicht ein bis zwei Monate später als das anvisierte Startdatum im Dezember.

Was die Ernsthaftigkeit dieser neuen Covid-19-Variante anbelangt, verweisen wir auf die «Voraussagen für 2022». Die Ausgabe vom letzten Jahr enthielt Studien über den Zusammenhang zwischen den tödlichsten Pandemien der Geschichte und den Saturn/Neptun-Signaturen. Saturn bildet im letzten Quartal des Jahres 2021 ein Halbquadrat (harter Aspekt) zu Neptun. Der Aspekt wird Anfang 2022 vorbei sein. Doch nähert sich Jupiter bis Mitte April 2022 seiner Konjunktion mit Neptun. Dieser Aspekt deutet auf mehr Bewegungsfreiheit und eine Entspannung der Krise hin, aber auch auf übermäßige Sorglosigkeit, die zu weiteren Problemen führen könnte, wenn wir bis dahin nicht gelernt haben, uns selbst und einander gegenseitig zu schützen.

Wie bereits erwähnt, haben die weltweiten Aktienmärkte Ende letzter Woche einen Absturz erlitten. Das Gleiche gilt für Rohöl und Silber. Der Goldkurs fiel bis Mittwoch ebenfalls stark, erholte sich dann aber aufgrund der Nachrichten über die Mutation deutlich, bevor er bis zum Börsenschluss wieder nachgab. Bitcoin fiel auf den tiefsten Stand seit dem 6. Oktober. Die grossen Gewinner vom Freitag waren die Währungen, während der Dollar abstürzte – ein Zeichen dafür, dass die Trader glauben, dass das FED einschreitet, um ihm zu stützen. 

Manchmal ist die Astrologie einfach unglaublich, wenn es darum geht, die Zyklen der menschlichen Aktivität zu verstehen. 

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

Im September kündigten 4,4 Millionen Beschäftigte in den USA ihren Arbeitsplatz, ein neuer Rekord. Seit Januar ist die Zahl der Kündigungen im Bereich der Bildungsdienstleistungen, wozu Lehrer, Hausmeister und Berufsberater gehören, am stärksten gestiegen. – Andrew Mollica und Sarah Chaney Cambon, «Snapshot Shows Workers Quitting at Record Rates», Wall Street Journal, 26. November 2021.

Wir verlieren eine unserer wertvollsten Ressourcen: Lehrer. Das ist kein gutes Zeichen für die Zukunft. Warum kündigen die Lehrer? Warum kündigen nicht mehr Politiker? Das ist ganz einfach. Aber das ist eine andere Diskussion, obwohl dieses Thema auch in den «Voraussagen für 2022» behandelt wird. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Pädagogen für das, was sie für die Gesellschaft leisten, mehr Anerkennung erhalten.

Kurzfristig gibt es in der nächsten Woche interessante geokosmische Signaturen, die sich auf die Finanzmärkte auswirken könnten. Zunächst dreht Neptun in den Fischen am 1. Dezember auf direktläufig. Neptun ist ein seltsamer Planet. Er kann mit Euphorie und Glückseligkeit einhergehen, aber auch mit dem Drang, kreativ zu sein und Romantik zu suchen. Er ist sehr gut darin, angenehme und überzeugende Bilder oder Narrative in den Köpfen der Menschen zu erzeugen. Das ist gut für Marketing und Werbung. Aber es mangelt ihm häufig an Realismus. Er funktioniert nicht gut unter Druck. Wenn die globalen Aktienmärkte unter einem Neptun-Transit steigen, können sie hoch bleiben, da die Anleger das Beste «hoffen». Wenn es jedoch stressig wird, kann eine von Neptun geprägte Periode mit Hysterie und Panik einhergehen, da alles ausser Kontrolle gerät – oder zumindest glauben dies viele. Das Problem mit Neptun ist, dass man es nicht wirklich weiss, und in Ermangelung von Fakten beginnen die Menschen zu spekulieren, manchmal wild, was zu Panik führt. Dies könnte in der nächsten Woche auf den weltweiten Finanzmärkten der Fall sein.

Unter dem Neumond im Schützen am 4. Dezember, eine Sonnenfinsternis [Anmerkung der Redaktion], können die Dinge noch mehr ausser Kontrolle geraten. Das Schützezeichen wird von Jupiter regiert, so dass die kollektive Stimmung dann zur Übertreibung neigt. Normalerweise ist die Stimmung zu dieser Jahreszeit fröhlich, so dass die Märkte bei Neumond im Schützen in die Höhe schnellen. Wenn aber stattdessen mit der neuen Covid-19-Variante Panik aufkommt, könnten die Märkte eine rasante Fahrt nach unten antreten. Ich neige zu dieser Annahme, weil der transitierende Mars zur gleichen Zeit ein T-Quadrat zum Merkur/Pluto-Quadrat im Radix der New Yorker Börse vom 17. Mai 1792 bildet. Diese Kombination hat in der Vergangenheit immer wieder zu einem starken Rückgang der Aktienkurse geführt.

Neben Neptun, Jupiter und dem Neumond im Schützen gibt es noch eine weitere Planeten-Zeichen-Kombination, die mit Übererregung oder Hysterie in Verbindung gebracht werden kann. Das ist der Transit des heliozentrischen Merkurs durch den Schützen vom 26. November bis 7. Dezember. Normalerweise ist dies eine bullische Periode für Gold, und wir haben am Freitag ein Beispiel dafür gesehen, als der Goldkurs von seinem Tief vom Vortag zunächst um fast 40 $ anstieg, um dann bis zum Handelsschluss den grössten Teil davon wieder abzugeben. Doch wenn Jupiter und Schütze für Übertreibungen stehen und es eher zu Hysterie als zu blindem Optimismus kommt, werden die Trader sichere Häfen suchen. Gold, T-Notes oder der US-Dollar sind in einem solchen wirtschaftlichen Klima häufig die Nutzniesser. Wenn der Dollar steigt, ist das nicht unbedingt positiv für Gold, und mit dem heliozentrischen Merkur im Schützen können wir während dieses Transits grosse Anstiege oder Rückgänge und manchmal beides erleben.

Es zeichnet sich ab, dass es eine interessante Festtagszeit werden wird. Bei all dieser Schütze- und Neptun-Energie sollte man versuchen, mit den Menschen, die man liebt, Spass zu haben. Schütze ist Spass; Neptun Glückseligkeit, wenn man sich dafür entscheidet. Oder Sie können sich für spekulative Raserei und Hysterie entscheiden, wenn Sie Dramen bevorzugen, was die Energien dieser Planeten natürlich auch in Hülle und Fülle bieten. Aber denken Sie daran, dass man unter einem starken Neptun-Transit mit Gerüchten vorsichtig sein und sich um korrekte Informationen bemühen muss.

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

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