Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 07. 06. 2021

Rückblick und Vorschau

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze enttäuschte im Mai erneut. Die Zahl der Beschäftigten der nicht-landwirtschaftlichen Betriebe stieg zwar um solide 559.000, blieb aber hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück, berichtete das Arbeitsministerium am Freitag. Erwartet wurde ein Anstieg um 671.000 Stellen. – Jeff Cox, «Job Creation Accelerated in May but is Still Below Lofty Expectations», www.cnbc.com, 4. Juni 2021.

Präsident Biden malte ein rosiges Bild von Amerikas wirtschaftlichem Aufschwung und behauptete, er übertreffe alle anderen Präsidenten bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in den ersten drei Monaten der Amtszeit. In der Tat hat Biden in seinen ersten drei Monaten mehr Arbeitsplätze geschaffen als jeder andere Präsident – etwa 1,5 Millionen – aber das liegt zum Teil daran, dass die US-Bevölkerung in der Vergangenheit gewachsen ist. Schaut man auf den Prozentsatz, stieg die Zahl der Arbeitsplätze unter Präsident Jimmy Carter von Februar bis April 1977 schneller als in den gleichen drei Monaten dieses Jahres. – Marisa Schultz, «Biden Touts 'Fastest Job Creation' of any President in US History», www.foxbusiness.com, 28. Mai 2021.

Da sind wir wieder. Das letzte Mal, als Saturn ein abnehmendes Quadrat zu Uranus bildete, war vor 45 Jahren, in den Jahren 1976/1977. Wir haben bereits auf die Ähnlichkeiten zwischen Joe Biden und Jimmy Carter hingewiesen, der 1976 zum Präsidenten gewählt wurde und seine Amtszeit im Januar 1977 begann. Es gibt Übereinstimmungen in der Persönlichkeit, Korrelationen ihrer Zyklen im Wahljahr mit der Geokosmik und jetzt mit ähnlichen wirtschaftlichen Ergebnissen nach ihren ersten drei Monaten im Amt. Sie erinnern sich vielleicht auch daran, was danach geschah. 1976/77 begann die Inflation enorm anzusteigen, was schließlich für einen Großteil des nächsten Jahrzehnts zur Stagflation führte. Wieder einmal kann unsere Zukunft als Geisel der Geschichte gehalten werden, wie die Korrelation der Planeten-Zyklen mit den Zyklen der menschlichen Aktivität zeigt.

Aber das wird erst 1 bis 3 Jahre später wichtiger. In der Gegenwart sind wieder glückliche Tage angebrochen, denn in vielen Teilen der Welt, die Zugang zum COVID-19-Impfstoff hatten, gehen wieder mehr Menschen zur Arbeit und beginnen, Spaß zu haben und wieder zu reisen. Wie in den «Voraussagen für 2021» prognostiziert (verfasst im November 2020), würde der Neptun-Transit vom Februar 2021 die Opposition zu den «super-aufgeladenen Graden» von 15 bis 19 Grad Jungfrau verlassen, dort, wo 1965/66 die Uranus/Pluto-Konjunktion stattfand. Dies signalisiert, dass der Höhepunkt der COVID-19-Pandemie innerhalb von drei Monaten nach Februar 2021 erreicht und im späten Frühjahr/Frühsommer das Schlimmste überwunden sein würde. Im Nachhinein betrachtet war der Höhepunkt in den USA tatsächlich im Februar 2021. Wenn meine Prognosen richtig sind, müssen wir uns erst 2026 ± 1 Jahr wieder Sorgen um COVID-19 oder die nächste Pandemie machen, wenn Saturn in Konjunktion mit Neptun auf 0 Grad Widder steht.

Zurück zur Gegenwart: Die vergangene Woche war erneut positiv für die meisten globalen Aktienindizes. Der niederländische AEX, der deutsche DAX, der Zürcher SMI, der australische ASX, der indische NIFTY und der brasilianische Bovespa erreichten Allzeithochs. Andere Indizes hielten ihre Mehrjahreshochs vom 16. bis 18. Februar, also während des ersten Durchgangs des Saturn/Uranus-Quadrats. Dies galt für den chinesischen Shanghai Composite, den Hang Seng in Hongkong sowie den japanischen Nikkei. Der NASDAQ erreichte damals das erste Bein seines Doppel-Tops zu seinem Allzeithoch. Dies ist wichtig, weil sich der zweite Durchgang dieses mächtigen Aspekts am kommenden Freitag, dem 14. Juni, entfaltet. Es ist die stärkste aller geokosmischen Signaturen im Jahr 2021.

Auf anderen Märkten erreichte Gold am 1. Juni ein neues Zyklus-Hoch bei 1919,20, was es seit dem 6. Januar nicht mehr geschafft hat. Silber kam dem nahe und erreichte am 1. Juni 28,71, ein Wert der aber immer noch unter dem jüngsten Hoch vom 18. Mai bei 28.91 lag. Dieser bärischen Intermarkt-Divergenz folgte am Donnerstag und Freitag der letzten Woche ein starker Ausverkauf von beiden Metallen. Rohöl war in der letzten Woche ebenfalls stark, stieg auf den höchsten Kurs seit Oktober 2018 und näherte sich der 70,00 $-Marke. Das deckt sich mit unseren Überlegungen zu Jupiters kurzem Besuch in den Fischen, vom 13. Mai bis 28. Juli. Jupiter, Neptun und Fische regieren die Rohölkurse.

Kurzfristige geokosmische Signaturen

Die wirtschaftliche Analyse des Weißen Hauses läuft darauf hinaus, dass langsames Wachstum unvermeidlich sei. Die Überzeugung ist, dass die US-Wirtschaft langfristig nicht mehr als 1,9% wachsen kann... Eine derartlangsam wachsende Wirtschaft kann sich unmöglich einen so robusten Verteidigungshaushalt sowie Bidens Sozialpolitik leisten. Um es unverblümt zu sagen: Dies ist ein Budget, das den wirtschaftlichen und politischen Niedergang Amerikas vorwegnimmt. Die Frage ist, ob sich das amerikanische Volk damit abfinden wird. – Wall Street Journal, Meinungsseite, «A Future of Secular Stagnation," 2. Juni 2021.

Dies ist eine riesige Wette, dass staatliche Investitionen bessere Ergebnisse liefern als private und diese ersetzen können. Die Erfolgsbilanz diesbezüglich ist nicht ermutigend... Womit wir bei dem FED wären. Es besitzt ein beträchtliches Portfolio an hypothekenbesicherten Wertpapieren. Nun sind Staatsschulden und hypothekenbesicherte Wertpapiere zufällig bevorzugte Anlagen für kleine, festverzinsliche Investoren. Das massive Kaufprogramm des FED hat die Renditen drastisch reduziert. Das FED hat mit seiner Politik seit weit über einem Jahrzehnt die Kleinsparer betrogen. Wie unmoralisch das ist, wurde noch nicht ausreichend beachtet... Das Budget geht auch davon aus, dass es keine anderen negativen Konsequenzen gibt, als die Kleinsparer zu betrügen. Letzten November hat das Wahlvolk gewählt, um Trumps politischer Seifenoper zu entkommen. Es gibt kein Mandat für solch große Spiele in der Steuer- und Geldpolitik. – Robert Robb, «Biden's Budget is a Massive Gamble", Arizona Republic, 4. Juni 2021.

Wir befinden uns jetzt in einer der intensivsten geokosmischen Perioden des Jahres. Sie beginnt mit dem rückläufigen Merkur in seinem Herrschaftszeichen Zwillinge vom 30. Mai bis 22. Juni. Der Trickster weist eine berüchtigte Korrelation zu unruhigen Märkten auf, wo sich die Kurse plötzlich ändern, nachdem sie ein bullisches oder bärisches technisches Signal abgegeben haben. Dies ist häufig eine Folge von verwirrenden Botschaften der Regierungschefs oder widersprüchlichen Berichten der Wirtschaft. Die Verwirrung könnte in diesem rückläufigen Zyklus sogar noch größer sein als sonst, denn der Trickster wurde bei einem Quadrat zu Neptun in den Fischen rückläufig, dem Planeten und Zeichen der Verwirrung und Missverständnisse oder der absichtlichen Desinformationen. Neptun und Fische haben eine Verbindung zu Gerüchten und Fehlinformationen, ähnlich dem rückläufigen Merkur. Dies werden wahrscheinlich ein paar bizarre Wochen auf vielen Ebenen sein, nicht zuletzt auf den Finanzmärkten. Ist es ein Bullen- oder ein Bärenmarkt?

Mitten in diesem speziellen Rückläufigkeits-Zyklus findet am 10. Juni eine ringförmige Sonnenfinsternis auf 19 Grad Zwillinge statt, die ebenfalls in Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur und im Quadrat zu Neptun in den Fischen steht. Tatsächlich ist der 10. Juni der Mittelpunkt von Merkurs Rückläufigkeits-Zyklus, eine Zeit, in der die Märkte wieder anfällig für Umschwünge sind, wenn sie nicht schon umgekehrt sind, als die Rückläufigkeit am 30. Mai begann (± 2 Tage). 

Eine Sonnenfinsternis (im Mittelpunkt von Merkurs Rückläufigkeits-Zyklus) intensiviert die aktuellen Themen. Mit anderen Worten: Verwirrung und Fehlinformationen, bzw. Gerüchte können sich verstärken. Man kann sich zu Recht fragen: Was wird vertuscht? Was wird versteckt? Wie werden die Menschen von dem abgelenkt, was wirklich vor sich geht? Wenn Sie glauben, dass etwas passiert oder passieren wird, wäre es klug, in Betracht zu ziehen, dass das Gegenteil eintreten könnte. Wenn es so aussieht, als starte ein Markt eine Rallye, sollten Sie bedenken, dass er sich stattdessen auf einen Rückgang vorbereiten könnte oder umgekehrt. Was Sie sehen und erwarten, passiert vielleicht gar nicht. Diese Kombination ist ein Anzeichen für eine Massenillusion. 

Verstehen Sie mich nicht falsch. Illusionen können angenehm sein, wenn es keine Notwendigkeit für Verantwortung gibt. Aber wenn Sie Verantwortung übernehmen sollen, ist dies nicht die Zeit, sich vor Ihren Pflichten zu drücken. Während dieser bizarren Entwicklung, bildet Saturn am 14. Juni ein zweites Mal sein abnehmendes Quadrat zu Uranus. Wie gerade erwähnt, wird es etwas kosten, wenn man nicht verantwortungsbewußt ist. Der Preis könnte der Verlust der Position sein oder die Beendigung Ihrer Pflichten. Da Mars am 11. Juni in das Drama-Zeichen Löwe eintritt, ist es unwahrscheinlich, dass dies so diskret oder leise vonstatten geht, wie es sich die «veränderliche Verrücktheit» (Finsternis in den Zwillingen mit rückläufigem Merkur in den Zwillingen im Quadrat zu Neptun in den Fischen) wünschen würde. Mars im Löwen neigt dazu, eine öffentliche Szene zu machen. Es könnte peinlich werden.

Wie wird sich das auf die Finanzmärkte auswirken? Möglicherweise wie eine Explosion, ein Sturm oder ein Erdbeben, das niemand hat kommen sehen. Es kann diese Woche explodieren, oder es kann bis in die ersten zehn Tage des Juli dauern, wenn Mars sein T-Quadrat zum Saturn/Uranus-Quadrat bildet. Unter dem rückläufigem Merkur könnte es einen ersten Akt geben, gefolgt von einem zweiten Akt, wenn er direktläufig dieselben Grade durchquert, über die er gerade in rückläufiger Bewegung ging. Das kann sowohl aufregend als auch gefährlich sein. Versuchen Sie, sich in Sicherheit zu bringen und sich von Gefahren fernzuhalten.

Dies könnten keine einfachen 1 bis 4 Wochen für Positionstrader sein. Neptun/Fische deutet auf Selbstgefälligkeit hin. Die günstigen Jupiter-Transite vom 20. bis 25. Juli deuten auf «irrationalen Überschwang» hin. Aber die «veränderliche Verrücktheit» in Kombination mit der Saturn/Uranus/Mars-Dynamik bis Anfang Juli deutet auf ein böses Erwachen hin. Die Möglichkeit von Hysterie, sogar Panik, ist erhöht. Behalten Sie Rohöl (Störungen im Vertrieb) und Zinsen im Auge. Behalten Sie Ihre Trading-Positionen im Auge und widerstehen Sie dem Drang, zu viel zu traden oder größere Risiken einzugehen, als Sie verkraften können, sollten die Märkte plötzlich umkehren, worauf dieses kosmische Muster hindeutet. 

Auf der anderen Seite können diejenigen, die flink und aufmerksam sind, dies als eine extrem günstige Zeit erkennen, um große Gewinne aus steilen Kursänderungen in kurzen Zeiträumen zu erzielen. 

Ankündigung

Der monatliche MMA-Cycles-Report für Juni 2021 wird diese Woche veröffentlicht. Jede Ausgabe enthält einen Ausblick auf den US-Aktienmarkt (DJIA- und S&P-Futures), Gold und Silber, den Euro, Rohöl sowie den DAX und SMI. Sie beschreibt zudem die geokosmischen KUDs (geokosmische Kritische Umschwung-Daten) und Sonne/Mond-Umschwung-Daten für den DJIA, Gold und Silber sowie Handelsstrategien für Trader in den nächsten Wochen.

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

Abonnements: 1 Jahr Fr. 420.– / € 380.–, 4 Monate Fr. 160.– / € 145.– oder 2 Monate Fr. 85.– / € 75.–
Der deutschsprachige Börsenbrief von Raymond Merriman bietet einen einzigartigen langfristigen Ausblick auf die folgenden Märkte: den DJIA (Dow Jones Industrial Average), den SMI (Swiss Market Index), den DAX (Deutscher Aktien-Index), Gold und Silber, Währungen sowie Rohöl.
Der MMA Cycles Report auf Deutsch erscheint einmal pro Monat und umfasst 25–30 Seiten (inklusive 12–15 Charts).
Der Versand erfolgt nur per E-Mail.

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"Voraussagen für 2021"

Die jährlichen Voraussagen, die seit 1976 von Raymond A. Merriman verfasst werden, bieten einen einzigartigen, präzisen Ausblick auf das jeweils kommende Jahr. Unter Anwendung von Zyklenforschung und mit Hilfe geokosmischer Faktoren werden in diesen jährlichen "Voraussagen" die politischen, wirtschaftlichen und finanzmarktrelevanten Trends für wichtige Länder und Märkte prognostiziert.

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