Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 2. Nov.

von Gastautor Pouyan Zolfagharnia

Rückblick

«In diesem Monat werden voraussichtlich mehr als 2 Billionen US-Dollar an Marktwert vom technologieorientierten Nasdaq 100 verschwinden, da die Gewinne der Big-Tech-Unternehmen die Anleger dazu veranlasst haben, noch genauer zu prüfen, ob die Milliarden, die in künstliche Intelligenz gesteckt werden, schnell genug Renditen generieren können. Der Wertverlust würde etwas mehr als den gesamten Marktwert von SpaceX ausmachen.»  —Johann M. Cherian und Shashwat Chauhan, «Nasdaq Faces $2 Trillion Wipeout in October as AI Spending Fears Deepen», Reuters, 30. Oktober 2026.

Die Märkte liegen im Minus, wobei der technologieorientierte NASDAQ den Ausverkauf anführt und seit seinem Allzeithoch (ATH) vom 6. Oktober um etwa 8 % gefallen ist. Wie damals in dieser Kolumne angemerkt wurde: «Die bärische Intermarkt-Divergenz zum Dow Jones nimmt weiter zu und geht nun auch mit einer bärischen Oszillatoren-Divergenz im CCI einher. Dies sind starke technische Indikatoren für die Bildung von Hochs.» Folgendes wurde in der Einleitung zur September-Ausgabe des MMA Cycles Report vermerkt:

«Die rückläufigen Zyklen der Venus wiederholen sich alle acht Jahre im selben Abschnitt des Tierkreises. Der vorherige rückläufige Zyklus der Venus im Skorpion fand zwischen dem 5. Oktober und dem 16. November 2018 statt. Kurz vor Beginn dieses Zyklus erreichte der S&P 500 am 21. September ein Rekordhoch, als sich die Sonne der Herbsttagundnachtgleiche näherte. Anschliessend gab er bis Heiligabend um mehr als 20 % nach. Das war auch die letzte Zwischenwahl, die während der Amtszeit von Trump stattfand.»

In Europa zeigten sich die Märkte widerstandsfähiger, wobei der Schweizer SMI sogar ein neues Allzeithoch erreichte. Auch der britische FTSE und der deutsche DAX legen zu und nähern sich ihren jeweiligen Sommerhochs. Die asiatischen Märkte setzen ihre Schwäche fort, angeführt vom chinesischen SSE-Index, der gegenüber seinem Mai-Hoch um 16 % korrigiert hat. Der indische Nifty liegt ebenfalls 16 % unter seinem Februar-Hoch. Der japanische Nikkei und der australische ASX konsolidieren sich weiterhin. In Lateinamerika war die Wiederwahl von Präsident Lula das grosse Thema, was den brasilianischen Ibovespa in dieser Woche um mehr als 18 % einbrechen liess.

Da der Preis für Rohöl wieder über 100 US-Dollar liegt, erreichten Edelmetalle aufgrund von Befürchtungen einer weiteren Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken neue Jahrestiefs. Der Kryptomarkt wurde durch die Nachricht von einem Rekorddiebstahl erschüttert, bei dem Hacker etwa 6,3 Milliarden US-Dollar erbeuteten. Dies war eine Sorge, die bereits Anfang des Jahres in dieser Kolumne und in den Wochenberichten zum Ausdruck gebracht wurde: Dass eine Form von Korruption oder ein grösserer Hackerangriff in der Regel mit einem breiten Ausverkauf hin zum Zyklus-Tief einhergeht, den wir damals für Oktober 2026 ± 1 Monat prognostiziert hatten. Vielleicht ist dieser starke Rückgang noch nicht vorbei, obwohl wir weiterhin davon ausgehen, dass das Zyklus-Tief bereits im Sommer erreicht wurde. Wahrscheinlich bildet sich gerade ein sekundäres Tief, bekannt als Halb-Primärzyklus-Tief, auf das wir in unserem monatlichen «MMA Monthly Crypto Report» eingehen werden, der diese Woche, am 4. November, erscheint (Anm. d. Red.: in Engl.).

Kurzfristige geokosmische Überlegungen

In der vergangenen Woche hatten wir mit den Auswirkungen des rückläufigen Merkurs (24. Oktober) zu tun. In Grossbritannien wurden wir von starken Winden und Stürmen heimgesucht, die in einigen Teilen des Landes zu Stromausfällen führten. In Spanien ereignete sich ein weiterer tödlicher Zugunfall, bei dem 68 Menschen ums Leben kamen.

In der kommenden Woche, während Merkur und Venus weiterhin rückläufig sind, bilden sich relativ wenige andere bedeutende Aspekte, während wir auf den November und die US-Zwischenwahlen zusteuern. Ein eindeutiges Ergebnis könnte die Unsicherheit an den Märkten verringern, während eine umstrittene oder langwierige Auszählung diese verstärken könnte.

Allerdings ist die geokosmische Lage selten ruhig genug, um die dringend benötigte Atempause zu bieten. Die Leser erinnern sich vielleicht daran, dass ich im Vorfeld der Sonnenfinsternis im August darauf hingewiesen habe, dass der sensible Finsternisgrad von 20° Löwe durch den Transit des Mars am 3. November (± 1 Woche) reaktiviert werden würde. Dieses Muster kann mit Konflikten, Protesten, militärischen Aktionen, Unfällen, Bränden, Konfrontationen oder entschlossenem Handeln politischer Führer einhergehen. Jede bedeutende Entwicklung, die während der Phase der Sonnenfinsternis auftrat, könnte nun einen Punkt der Eskalation erreichen. Das Hauptthema im August war das Auslaufen der 60-tägigen Frist, die im Rahmen des MoU zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran festgelegt worden war und nun erneut in Kraft treten könnte. Behalten Sie Mittelamerika im Auge, da der subsolare Punkt der Sonnenfinsternis in dieser Region lag. Kolumbien wurde zwei Tage vor der Sonnenfinsternis von einem Erdbeben der Stärke 7,4 heimgesucht. Es könnte auch wichtig sein zu beachten, dass der transitierende Mars zudem ein T-Quadrat zum Merkur/Pluto-Quadrat im «Buttonwood»-Horoskop der New Yorker Börse vom 17. Mai 1792 bilden wird. Dies entspricht oft dem Ende eines starken Rückgangs und wird vom 6. bis 20. November wirksam sein.

Längerfristige Überlegungen und Meinungen

Das MMA-Team ist intensiv mit der Arbeit an Voraussagen für 2027 beschäftigt, und diese Woche möchte ich einen kleinen Vorgeschmack auf die Recherchen geben, die ich für das Kapitel über das Trigon zwischen Jupiter und Saturn durchgeführt habe. Um zu verstehen, wo wir uns heute in diesem Zyklus befinden, müssen wir zunächst zu seinem Beginn zurückkehren, nämlich zur grossen Konjunktion am 21. Dezember 2020.

Die Konjunktion von Jupiter und Saturn gilt seit langem als einer der wichtigsten Zyklen in der mundanen Astrologie, da sie die Struktur der Gesellschaft selbst bestimmt. Diese Lehre erreichte uns aus dem sassanidischen Persien über die Astrologen von Bagdad, vor allem Masha’allah im 8. Jahrhundert und Abu Ma’shar im 9. Jahrhundert. Abu Ma’shars Buch der Religionen und Dynastien wird bis heute studiert und weckte mein Interesse, als er die grossen Konjunktionen in drei Rangordnungen nach ihrer Bedeutung einteilte:

• Die gewöhnliche Konjunktion, alle 20 Jahre, sagt etwas über Könige, Regierungen und das Schicksal der Herrscher aus.

• Die Mutation, etwa alle 200 Jahre. Jede Konjunktion liegt fast genau im Trigon zur vorherigen, sodass die Konstellationen etwa zwei Jahrhunderte lang in Zeichen desselben Elements verbleiben, bevor sie in das nächste übergehen. Dieser Elementwechsel steht für den Machtwechsel von einer Dynastie zur anderen und von einer Nation oder einem Reich zum nächsten.

• Die Rückkehr zum Feuer, etwa alle 800 Jahre. Wenn die Reihe nach dem Durchlaufen aller vier Elemente wieder zu den Feuerzeichen zurückkehrt, sollen Astrologen laut Überlieferung mit einem neuen Propheten und einer neuen Religion rechnen, da die Auswirkungen über den Bereich von Königen, Nationen und Reichen hinausreichen.

Die Konjunktion vom 21. Dezember 2020 war eine Mutation. Nach fast zwei Jahrhunderten in Erdzeichen sind die Konjunktionen in die Luftzeichen übergegangen, wo sie für die nächsten 200 Jahre verbleiben werden. Dies deutet nicht nur auf einen Wechsel der Herrscher hin, sondern auf einen Wandel von Dynastien, Reichen und Nationen. Ein Wandel bei Reichen und Nationen ist im Wesentlichen gleichbedeutend mit einer Zeit der Unruhen und Konflikte, die mit einer Mutation einhergeht, da nationale Grenzen neu gezogen werden, insbesondere in den ersten Jahren. Erde ist das Element des Greifbaren: Land, Industrie, Rohstoffe und Geld, das durch etwas gedeckt ist, das man in den Händen halten kann. Luft ist das Element des Ungreifbaren: Ideen, Informationen, Handel, Recht und Netzwerke. In einem Luftzeitalter geht die Macht auf diejenigen über, die den Fluss von Informationen und Kapital kontrollieren, und nicht auf diejenigen, die den Boden und dessen Erzeugnisse beherrschen.

Die Tradition weist diesem Wandel auch eine geografische Dimension zu. In seinem Werk Tetrabiblos unterteilte Ptolemäus die bekannte Welt in vier Quadranten, einen für jedes Element. Eine Linie entlang des Mittelmeers trennte den Norden vom Süden, während eine Längslinie durch den Arabischen Golf, die Ägäis, den Pontus (das Schwarze Meer) und den Maeotis-See (das Asowsche Meer) den Westen vom Osten trennte:

• Das Feuer beherrschte den Nordwesten, Europa: Britannien, Gallien, Germanien, Italien und Spanien.

• Die Erde beherrschte Südasien: Persien, Mesopotamien und Indien.

• Die Luft beherrschte den Nordosten: Armenien, das Kaspische Meer, Zentralasien, die Steppe nördlich des Schwarzen Meeres und Serica, das Land der Seide, also China.

• Das Wasser beherrschte den Südwesten: Nordafrika, zu dessen näher gelegenen Ländern Syrien gehörte.

Ich war erstaunt festzustellen, dass, wenn wir die Veränderungen im Laufe der Geschichte verfolgen, die Macht weitaus häufiger in die Länder der jeweiligen Elemente übergegangen ist, als es der Zufall vermuten lassen würde:

• Feuer, 14 n. Chr.: Rom auf dem Höhepunkt seiner Macht.

• Erde, 3.–4. Jahrhundert: Die Sassaniden-Dynastie erobert Persien (224), und das Gupta-Reich entsteht in Indien zu Beginn des 4. Jahrhunderts.

• Luft, 5. Jahrhundert: Attilas Hunnen fegen über die Steppe hinweg, und Rom fällt im Westen (476).

• Wasser, 571: die Geburt Mohammeds, gefolgt im 7. Jahrhundert vom Aufstieg des Islam und einem arabischen Kalifat, das von Syrien aus regiert wurde und Nordafrika eroberte.

• Feuer, 769–809: Karl der Grosse vereint Gallien, Deutschland und Italien und wird im Jahr 800 zum Kaiser gekrönt.

• Erde, elftes Jahrhundert: Die Seldschuken erobern Persien und marschieren 1055 in Bagdad ein.

• Luft, 1186–1226: Dschingis Khan errichtet den Kern des Mongolischen Reiches, das sich über weite Teile Asiens erstreckt; 1258 plündern mongolische Truppen unter Hulagu Khan Bagdad.

• Wasser, 15.–16. Jahrhundert: Die Osmanen erobern 1453 Konstantinopel und 1516–1517 Syrien und Ägypten, während Europa die Ozeane erobert.

• Feuer, 1603: Die Stuart- und die Tokugawa-Dynastien beginnen beide am selben Tag, und Grossbritannien, Frankreich und die Niederlande errichten ihre Imperien.

• Erde, 1802–1842: Napoleon beendet das tausendjährige Heilige Römische Reich, die Industrielle Revolution setzt ein, und das Zeitalter der auf Gold basierenden Imperien beginnt. Dies ist die schwächste Übereinstimmung, da die Führungsrolle bei Grossbritannien und später bei den Vereinigten Staaten verblieb, anstatt auf Ptolemäus’ Südasien überzugehen. Es ist jedoch bemerkenswert, dass sowohl Grossbritannien (vor dem Zweiten Weltkrieg) als auch die USA (nach dem Zweiten Weltkrieg) die Ölindustrie am Persischen Golf dominierten.

• Luft, 2020: Die neue Ära beginnt. Wir nennen sie die «Neue Ära der Luftzeichen» («New Aira»), ein moderner Begriff, der von der MMTA-Absolventin und Marktanalystin Kat Powell geprägt wurde.

Die neue Ära der Luftzeichen entfaltet sich genau auf dem Gebiet, das Ptolemäus ihr zugewiesen hat. Der Krieg um Bergkarabach in Armenien brach 2020 aus. Im August 2021 eroberten die Taliban Kabul in Zentralasien. Im Februar 2022 marschierte Russland, die Grossmacht des Luft-Quartals, in die Ukraine ein, und seitdem wird der Krieg entlang der Asow-Küste und im Donbass geführt – nahe der Grenze, an der Ptolemäus’ Luft-Quartal auf sein Feuer-Quartal trifft. Unterdessen ist China, das Land Serica, zum wichtigsten wirtschaftlichen Rivalen der Vereinigten Staaten geworden.

Als sich die Konjunktionen das letzte Mal in das Luftelement verlagerten, erhoben sich die Mongolen aus der Steppe und verbanden Ost und West durch Handelsnetzwerke und den Einsatz von Papiergeld. Ebenfalls in dieser Zeit (1215) wurde die Magna Carta verfasst, ein Dokument, das erklärte, dass der König nicht über dem Gesetz stehe, sondern denselben Gesetzen unterliege wie alle anderen auch. Wenn diese Doktrin zutrifft, dann schwingt – wie Ray es ausdrückt – das Pendel der Weltmacht erneut vom Westen in Richtung Osten, und dies ist erst der Anfang dieser Verschiebung.

Für eine tiefergehende Analyse des aktuellen und des vorangegangenen synodischen Jupiter-Saturn-Zyklus, der dabei entstandenen Keimideen sowie deren voraussichtlicher Entwicklung und Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Gesellschaft während des zunehmenden Trigons (August 2026–Juli 2027) und der Opposition (Dezember 2029–Oktober 2031) empfehle ich wärmstens, die Voraussagen für 2027 vorzubestellen.

Anmerkungen

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3) RAY MERRIMANS NEUES BUCH, JUPITER AND SATURN TRANSITS: MASTERING THE CYCLES OF LIFE ist erschienen (nur in Engl. - Anm. d. Red.). Dies ist Band 1, der erste von fünf Bänden, die in den nächsten vier Jahren über die Transite der äusseren Planeten im Geburtshoroskop geschrieben werden. So etwas gab es in der Geschichte der Astrologie noch nie. Dieses erste Buch, das sich mit den Transiten von Jupiter und Saturn befasst, umfasst 420 Seiten und enthält alle wichtigen Transite von Jupiter zu den Geburtsplaneten und -winkeln, einschliesslich Interpretationen der zunehmenden und abnehmenden Sextil-, Quadrat- und Trigon-Aspekte. Der Abschnitt über Saturn umfasst zudem die zunehmenden und abnehmenden Halbquadrat- und Anderthalbquadrat-Transite zu allen Geburtsplaneten und -winkeln sowie den «Geschäftszyklus» des transitierenden Saturn. Jeder Transitaspekt wird hinsichtlich seines Handels- und Anlagepotenzials auf einer Skala von –3 bis +3 bewertet, was allein schon den Preis dieses Buches wert ist.

Hier sind erste Rezensionen von zwei der weltweit renommiertesten Astrologen, nachdem sie einen Vorabentwurf dieses Buches erhalten haben:

«Ray Merriman überrascht uns mit einem neuen Buch über Transite. Das Buch befasst sich mit der Deutung der planetaren Aspekte zweier der wichtigsten traditionellen Planeten: einerseits der klassischen, unterstützenden und ermutigenden Jupiter-Aspekte und andererseits der einschränkenden, aber auch stabilisierenden Saturn-Aspekte. Die Beschreibungen der Transite durch einen erfahrenen und renommierten Astrologen sind zusammen mit seinen Empfehlungen von unschätzbarem Wert. Ray Merriman geht über die symbolische Bedeutung von planetaren Konstellationen hinaus und stützt sich auf seine reichhaltige Erfahrung mit planetaren Transiten, um den Lesern praktische Deutungen und nützliche Empfehlungen zu geben, mit dem Ziel, ihnen zu helfen, angemessen mit den verschiedenen Transiten von Jupiter und Saturn umzugehen. Hinzu kommen Ratschläge für Investoren und Trader, damit diese das Beste aus bestimmten Konstellationen machen können. Ein äusserst empfehlenswertes und leicht verständliches Buch über Transite für moderne Leser, die sich dafür interessieren, wie Astrologie im Alltag wirkt. Die Tiefe der dargestellten Deutungen sollte auch professionellen Astrologen als Inspirationsquelle dienen.  — Claude Weiss, Inhaber von Astrodata AG, Zürich, Schweiz, Autor mehrerer Bücher über Astrologie und einer der weltweit führenden Mundanastrologen.

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