Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 18. Mai

Diese Kolumne wird jede Woche von einem MMA-Analysten im Rahmen unserer rotierenden Autorenreihe verfasst und bietet den Lesern eine Reihe von Perspektiven innerhalb des Markt-Timing-Rahmens von MMA.

Gastautor dieser Woche ist Gianni Di Poce

HINWEIS: Alle MMA-Analysten werden diese Woche beim MMA Investment and Trading Retreat am Bleder See in Slowenien sein. Daher wird die Kolumne der nächsten Woche von Thomas Miller verfasst, einem MMTA4-Studenten und der Podcast-Stimme der MMA Free Weekly Column bei Apple, Spotify und Amazon Music.

Rückblick

«China und die Vereinigten Staaten haben den Ölmarkt entscheidend gestützt, dazu beigetragen, die massiven Versorgungsengpässe im Nahen Osten zu mildern, und verhindert, dass die Energiepreise noch weiter in die Höhe schossen.»  — Spencer Kimball, «How China and the U.S. Eased the Middle East Oil Shock and Kept Prices From Spiking Even Higher,» CNBC, 15. Mai 2026.

«Kevin Warsh wurde am Mittwoch mit nur 54 Stimmen als Vorsitzender des FED bestätigt – die tiefste Stimmenzahl, die je für einen Vorsitzenden des FED erzielt wurde.»  — Matt Peterson, «Analysis: Trump Finally Gets His Man at the Fed. Will Kevin Warsh Disappoint Him?», Barron’s, 13. Mai 2026.

Es war eine ereignisreiche Woche für die Märkte, die eine Flut von Schlagzeilen gelassen verdauten. Es gab ein wichtiges Gipfeltreffen zwischen Präsident Trump und Xi Jinping, das keine allzu großen Wellen schlug, und außerdem die Bestätigung des neuen Vorsitzenden des FED, Kevin Warsh.

Die US-Aktien schlossen letzte Woche uneinheitlich, wobei nur der S&P 500 im Plus lag, doch waren es die Anleihenmärkte, die unter deutlichen Verkäufen litten (steigende Zinsen). In den USA gab es letzte Woche einige Inflationsberichte, die höher ausfielen als erwartet, wobei anzumerken ist, dass die Anleiherenditen weltweit ebenfalls steigen. Daher wäre es trotz Warshs Ruf als «Falken» unfair, den Ausverkauf am Anleihemarkt allein auf seine Nominierung zurückzuführen.

Die europäischen Märkte schlossen die Woche uneinheitlich ab, wobei nur der Zürcher SMI höher schloss. Der FTSE, der Amsterdamer AEX und der deutsche DAX schlossen alle niedriger. Der breite Ausverkauf setzte sich in Asien und Ozeanien fort, da der Shanghai Composite, der japanische Nikkei und der australische All-Ordinaries alle nachgaben.

Auch Edelmetalle verzeichneten deutliche Kursverluste, da ihre Attraktivität angesichts höherer Anleiherenditen nachließ. Rohöl schloss deutlich im Plus, während die Getreidemärkte uneinheitlich verliefen: Lediglich Weizen legte zu, schloss jedoch deutlich unter den Wochenhöchstständen. Auch Kryptowährungen verzeichneten einige Verkäufe, trotz vielversprechender Fortschritte beim Clarity Act, einem wichtigen Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen.

Kurzfristige geokosmische Gedanken

Diese Woche verzeichnet einen weiteren Wechsel bei den inneren Planeten. Sowohl die Venus als auch der Mars werden am Montag in den Krebs bzw. den Stier eintreten. Es gab einige Vorbehalte hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Rallye der Aktien. Angesichts der Dauer dieser Entwicklung scheint es jedoch, als hätten wir einen geokosmischen Katalysator, der die Masse endlich dazu bringen wird, sich der bullischen Erzählung anzuschließen.

Das würde natürlich – und unerbittlich – bedeuten, dass der «Easy-Money»-Teil der Rallye sich dem Ende zuneigt. Nicht nur stehen wir kurz vor dem Beginn der ersten Zwillinge-Saison mit Uranus im selben Zeichen und einer Konjunktion zwischen Sonne und Uranus am Freitag, sondern auch die Venus wird am selben Tag ein Quadrat zu Neptun bilden.

Da Uranus und Neptun im Spiel sind, sollte es Sie nicht überraschen, wenn die Märkte vorübergehend in einen «Blowoff»-Modus verfallen. Dies könnte auch das sein, was Metalle brauchen, um wieder einen Aufwärtstrend zu starten, obwohl sie möglicherweise auf Jupiters Ingress ins Zeichen Löwe Ende Juni warten.

Die Märkte bleiben dann am Montag, dem 25. Mai, in den USA anlässlich des Memorial Day geschlossen. Die intensive Phase geokosmischer Aktivität setzt sich am 26. Mai mit dem Quadrat des Mars zu Pluto und dem Trigon der Sonne zu Pluto fort. Sie endet am 28. Mai mit dem Quadrat der Venus zu Saturn.

Diese Phase könnte mit einer zunehmenden Realitätsferne einhergehen. Wie könnten die Märkte weiter steigen, wenn die Schlagzeilen immer negativer werden? Dies könnte die Menschen zu der Annahme verleiten, dass ein neues Paradigma in Kraft ist.

Selbstverständlich liebt es der Markt, solche Narrative im Vorfeld und während wichtiger Höchststände zu schaffen, genauso wie er es liebt, in der Nähe von Markttiefs Angst und Hysterie zu schüren. Glücklicherweise haben wir die geokosmischen Faktoren, die uns dabei helfen, die vorherrschende Marktstimmung besser zu verstehen.

Längerfristige Überlegungen (und Meinung)

«Präsident Trump sagte gestern, dass die Verhandlungen der USA mit Teheran 'am Tropf' hingen. Warum? Unter anderem will der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormuz behalten.» — Sam Sifton, «Who Owns the Strait?» The New York Times, 12. Mai 2026.

Eines der vielleicht interessantesten Merkmale des Börsenanstiegs in den letzten Wochen ist insbesondere, wie es dem Markt gelungen ist, periodische Eskalationen im Iran-Konflikt einfach abzuschütteln. Dann, nachdem sich die Spannungen für ein paar Tage abgekühlt haben, legt er noch stärker zu.

Frieden lässt sich nur so oft «neu bewerten». Die alternative Sichtweise ist, dass der Markt sich einfach nicht sonderlich für diesen Konflikt interessiert. Haben Sie sich denn die jüngsten Gewinnzahlen angesehen? Wir sprechen hier von milliardenschweren Tech-Unternehmen, deren Umsatz und Gewinn im hohen zweistelligen Bereich wachsen.

Während dies langfristig Gutes für die Kurswerte verheißt, sieht es in der Realwirtschaft ganz anders aus. Ich erlebe dies gerade hautnah, während ich meinen Flug nach Europa antrete, wo ich mich Ray, Wyatt, Pouyan, Wiebke und anderen ganz besonderen Gästen beim MMA Trading Retreat am wunderschönen Bleder See in Slowenien anschließen werde. Im Vergleich zu meiner Europareise im letzten Sommer ist der Preis für ein Ticket, um einfach nur über den großen Teich zu kommen, um über 33 % gestiegen.

Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, wie dies langfristig zu größeren wirtschaftlichen Problemen führen kann, aber was die Preise für Rohöl angeht, habe ich den Juli im Blick als den Zeitpunkt für die nächste große Überraschung.

Alle Planeten, die in irgendeiner Form Herrscher über Rohöl sind, stehen am selben Tag in einem Aspekt zueinander, und um die Sache noch vielversprechender zu machen, handelt es sich dabei auch noch um äußere Planeten. Ich spreche vom Trigon zwischen Jupiter und Neptun sowie der Opposition zwischen Jupiter und Pluto am 20. Juli.

Ich neige dazu, Jupiter einen größeren Herrschaftsbereich zuzugestehen, wenn es um Rohöl geht. Ich betrachte ihn eher als Herrscher über Energie, die auch Energie aus anderen Quellen umfasst. Neptuns Herrschaft über Rohöl ist kaum zu bestreiten, während ich Pluto eher mit dem Förder- und Bohrprozess zur Gewinnung von Rohöl in Verbindung bringe.

Angesichts der Sensibilität der Weltwirtschaft und insbesondere der überschuldeten Regierungen gegenüber Inflation könnte dies ein entscheidender Moment sein. In gewisser Weise ist es ein zweischneidiges Schwert: Regierungen wollen ihre Schulden weginflationieren, aber der Haken ist, dass höhere Inflation höhere Zinsen bedeutet, sodass die Bedienung dieser Schulden teurer wird.

Die Frage ist nun, ob das Trigon und die Opposition zwischen diesen Öl beherrschenden Planeten zu einem überraschend positiven Angebotsschock führen oder ob sie einer breiteren irrationalen Euphorie bei Aktien entsprechen, die aufgrund negativer Ölentwicklungen abrupt endet.

Die Inflationslage ist nicht rosig, aber da unser langfristiger Ausblick für Anleihen bis in die 2030er Jahre hinein bärisch ist, ist klar, dass dieses Problem bis zum Ende des Jahrzehnts anhalten wird.

Es wäre nicht überraschend, wenn die nächste echte Inflationskrise mit dem Saturn/Pluto-Quadrat von 2028 zusammenfiele. Schließlich begann das gesamte Inflationsdebakel im Jahr 2020, kurz nach der Saturn/Pluto-Konjunktion im Steinbock, die auch das Ende des 40-jährigen Bullenmarktes bei Anleihen markierte.

Denken Sie daran: Inflation kommt in Wellen. Denken Sie daran, wie Neptun die Fische beherrscht und wie beide das Rohöl beherrschen. Neptun ist als Gott des Meeres offensichtlich der Herrscher über die Wellen.

Die Fähigkeit, zu messen und zu erkennen, wann aufeinanderfolgende Inflationswellen auftreten werden, ist nicht nur entscheidend, um in diesen inflationären Jahren zu überleben, sondern auch, um zu gedeihen. Die Geschichte lehrt uns, dass es ein Balanceakt zwischen dem Besitz von Rohstoffen und Aktien ist. Erstere übertreffen letztere, wenn die Inflation beschleunigt, während Letztere Erstere übertreffen, wenn die Inflation nachlässt.

Wie immer sind wir für Sie da, um Ihnen zu helfen, diese Wellen zu meistern.

Anmerkung

1) DIESE WOCHE FINDET DER MMA-TRADER-RETREAT 2026 VOM 20. BIS 24. MAI IN LAKE BLED, SLOWENIEN, STATT!!! Diese viertägige Sonderveranstaltung konzentriert sich auf Trading-Strategien für Positions- und kurzfristige Trader für das Jahr 2026. Sie behandelt die einzigartigen, evidenzbasierten MMA-Methoden zur Identifizierung von Primär-, Primär-Halbzyklen, Hauptzyklen und Handelszyklen. Anschliessend werden diese Markt-Timing-Techniken (Zyklen und geokosmische Studien) auf die aktuelle Situation an den Aktienmärkten, bei Gold, Silber, Bitcoin, Währungen, Zinssätzen und Getreidemärkten angewendet, mit Strategien für jeden einzelnen Markt sowohl kurzfristig als auch mittelfristig.

Ausserdem gibt es spezielle Vorträge und interaktive Diskussionen zu aktuellen und zukünftigen weltweiten Bedingungen, die sich wahrscheinlich auf die Finanzmärkte auswirken werden. Diese Vorträge werden von den weltbekannten Astrologen Claude Weiss (Schweiz), Christeen Skinner (Grossbritannien), Christof Niederwieser (Deutschland), Pouyan Zolfagharnia (Grossbritannien) und Raymond Merriman (USA) geleitet. Zu ihnen gesellen sich MMTA-Direktorin Wiebke Held (Deutschland) und die MMA-Analysten Wyatt Fellows (USA), Ulric Aspegrén (Schweiz), Gianni Di Poce (USA) sowie MMA-Trading-Coach Rita Perea (USA), die über die MMA-Timing-Methodik und Trading-Strategien referieren werden.

Die Anmeldung ist jetzt möglich (bei MMA Amerika), wobei Frühbucher einen Sonderrabatt erhalten. Die Vorträge werden auch über Zoom für diejenigen verfügbar sein, die nicht persönlich teilnehmen können, und Aufzeichnungen mit PowerPoint-Folien werden allen Teilnehmern unmittelbar nach den Vorträgen jedes Tages zur Verfügung gestellt. Für den Zeitplan, die Anmeldung, die Biografien der Referenten, die Themenbeschreibungen und Hotelinformationen klicken Sie bitte hier. Die jährlichen Investment- und Trader-Retreats der MMA sind unglaubliche Veranstaltungen! Verpassen Sie sie nicht, wenn Sie die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen.

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

Abonnements: 1 Jahr Fr. 420.– / € 420.–, 4 Monate Fr. 160.– / € 160.– oder 2 Monate Fr. 85.– / € 85.–
Der deutschsprachige Börsenbrief von Raymond Merriman bietet einen einzigartigen langfristigen Ausblick auf die folgenden Märkte: den DJIA (Dow Jones Industrial Average), den SMI (Swiss Market Index), den DAX (Deutscher Aktien-Index), Gold und Silber, Währungen sowie Rohöl.
Der MMA Cycles Report auf Deutsch erscheint einmal pro Monat und umfasst ca. 30–40 Seiten (inklusive 12–15 Charts).
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