Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 8. Juni

Diese Kolumne wird jede Woche von einem MMA-Analysten im Rahmen unserer rotierenden Autorenreihe verfasst und bietet den Lesern eine Reihe von Perspektiven innerhalb des Markt-Timing-Rahmens von MMA.

Gastautor dieser Woche ist Wyatt Fellows 

Rückblick

«Die US-Arbeitsmarktdaten sind von Bedeutung, weil die Verbraucher – ähnlich wie Wile E. Coyote – ihre Sparquote senken müssen, um höhere Preise zahlen und ihre Ausgaben aufrechterhalten zu können. Dieser Prozess ist gefährdet, wenn Preissteigerungen die verfügbaren Ersparnisse überfordern oder wenn die Verbraucher Angst vor der Zukunft haben. Die Angst vor der Zukunft hängt tendenziell mit der Arbeitsplatzsicherheit zusammen. Bislang beruhigt der 'No Fire'-Teil des US-Arbeitsmarktes nach dem Motto 'No Hire, No Fire' die Verbraucher und stützt das Ausgeben, selbst wenn die Realeinkommen sinken.»— Paul Donovan, «Why Work Matters», UBS Daily Update, 5. Juni 2026.

Der am Freitagmorgen veröffentlichte monatliche Beschäftigungsbericht übertraf alle Erwartungen und zeigte, dass die US-Wirtschaft im Mai 172.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Zu dieser positiven Nachricht kam hinzu, dass der Beschäftigungszuwachs den dritten Monat in Folge über 100.000 lag – etwas, das seit fast zwei Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Zudem wurden die Beschäftigungszahlen für März und April nach oben korrigiert, was ebenfalls nicht allzu oft vorkommt.

Oberflächlich betrachtet sieht das alles sehr gut aus, aber die Geschichte hat noch mehr zu bieten. Wie Dr. Donovan andeutet, sinken die Reallöhne (die Inflation übertrifft das Lohnwachstum), was die Menschen dazu zwingt, auf andere Mittel (Ersparnisse oder Kredite) zurückzugreifen, um ihr derzeitiges Ausgabenniveau aufrechtzuerhalten. Dies ist wichtig, da eine gesunde, dynamische Wirtschaft auf Konsumausgaben angewiesen ist. Wenn genügend Akteure gezwungen sind, ihre Ausgaben zu drosseln, beginnt aber die Wirtschaft zu schrumpfen. Vielleicht glich der Ausraster an den Aktienmärkten vom Freitag dem Moment, in dem Wile E. Coyote nach unten blickt und erkennt, dass er tatsächlich von der Klippe gerannt ist, um diesen verdammten Road Runner zu jagen. In der Zeichentrickserie stürzt Mr. Coyote jedoch nie sofort zu Boden. Ihm wird immer die Chance gewährt, zurück an den Rand der Klippe zu gelangen, während er versucht, in der Luft zu rennen. Ich persönlich drücke ihm wirklich die Daumen, dass er es diesmal zurück an den Rand schafft!

Es sah nach einer guten Woche für US-Aktien aus, bis es dann doch nicht so kam. Alle drei großen Indizes erreichten letzte Woche neue Allzeithochs, bevor den Aktien am Freitag der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Der Nasdaq Composite schnitt am schlechtesten ab und schloss am Tag mit einem Minus von über 4,2 %. Für die europäischen Aktienmärkte war es eine verhaltene Woche, da der deutsche DAX und der Zürcher SMI gegenüber den Höchstständen der Vorwoche korrigierten. Ähnlich verhielt es sich mit dem Londoner FTSE. In Asien und im pazifischen Raum setzten auch der Shanghai Composite und der Hang Seng Index ihre Kurskorrektur fort. Es war wahrscheinlich gut, dass es Freitag war, sonst hätten die europäischen und asiatischen Märkte nach dem Debakel an den US-Märkten bei ihrer Wiedereröffnung möglicherweise Probleme bekommen. Der Star der Woche war der japanische Nikkei, der auf ein neues Allzeithoch stieg und einen Großteil der Gewinne bis zum Handelsschluss halten konnte. Es waren auch nicht nur US-Aktien, die am Freitag einen Schlag einstecken mussten. Ein Großteil meines Börsenbildschirms war kurz vor Handelsschluss knallrot. Metalle wurden hart getroffen, wobei Silber an diesem Tag um über 8 % fiel (die Luft/Luft-soli-lunar-Kombination schlägt wieder zu!). Es sei angemerkt, dass Kupfer am Dienstag kurz davor stand, ein neues Allzeithoch zu erreichen, bevor es dem Rest des Metallkomplexes nach unten folgte. Für Rohöl war es eine Woche mit Höhen und Tiefen: Es startete zu Beginn der Woche deutlich höher aufgrund eines weiteren «fehlenden Friedensabkommens» zwischen den USA und dem Iran, gab dann aber, ähnlich wie Kupfer, bis zum Ende der Woche alle Gewinne wieder ab.

Im Agrarbereich war es schlichtweg deprimierend, wenn man Produzent (wie ich) oder ein bullischer Getreide-Trader ist. Am schlechtesten schnitt Mais ab, der im Wochenverlauf fast 7 % einbüßte, gefolgt von Sojabohnen, die neue 4-Monats-Tiefs erreichten. Der bullischste (wenn man das überhaupt so nennen kann) Getreidemarkt war Weizen, der zwar nachgab, aber das Tief vom 10. April noch nicht herausgenommen hat und am Freitag nur einen Cent tiefer schloss.

Nebenbei bemerkt: Ich habe heute (Freitag/Samstag), als ich an meinem Schreibtisch saß und diese Kolumne schrieb, ein echtes «Bauernparadoxon» erlebt. In meiner kleinen Ecke der Welt hatten wir seit über drei Wochen keinen ordentlichen Regenguss mehr gehabt, und das begann, die Mais- und Sojabohnenpflanzen zu belasten, auch wenn die Pflanzen noch klein sind und wachsen. Nun, natürlich hat es heute endlich geregnet, und ich konnte nicht anders, als mit einem Gefühl ruhiger Erleichterung aus dem Fenster zu starren, wenn ich an all die Scheffel Getreide dachte, die theoretisch noch möglich waren. Als ich jedoch meinen Blick wieder auf die Computerbildschirme richtete, die die aktuellen Getreide-Termin-Kurse im freien Fall zeigten, wurde dieses Gefühl schnell von einem Gefühl der Abscheu verdrängt, als mir klar wurde, dass ich, auch wenn ich vielleicht mehr Scheffel produziere, am Ende tatsächlich keinen Gewinn mehr erzielen werde! Wann beginnt wieder die Happy Hour?

Das Gemetzel vom Freitag griff auch auf die Kryptowelt über, wo Bitcoin und Ethereum episch schlechte Ergebnisse erzielten und damit eine brutale Woche für die «HODLer» (diejenigen, die sich mit aller Kraft an ihre digitalen Vermögenswerte klammern; those who Hold On for Dear Life to their digital assets) krönten. Beide Kryptowährungen fielen unter ihre Tiefs vom 6. Februar, was signalisiert, dass die Bären die volle Kontrolle über diesen Sektor haben. Allerdings befindet sich Bitcoin in einem Zeitfenster, in dem sich im Juni zumindest eine Art vorübergehendes Tief bilden könnte. Da wir jedoch unter das Tief vom 6. Februar gefallen sind, befürchte ich, dass nach einer korrigierenden Rallye weiterer Abwärtsdruck besteht. Unsere Prognose von 30.000 $ oder weniger, wie sie im Buch Voraussagen für 2026 und in Webinaren dargelegt wurde, erscheint nun sehr glaubwürdig, nachdem andere mehrere Monate lang skeptisch waren

Bei den Währungen verzeichnet der Dollar still und leise eine ordentliche Rallye aus den Tiefs aus dem Januar dieses Jahres. Mir gefällt, dass es schwer ist, jemanden zu finden, der eine bullische Haltung gegenüber dem «Buck» einnimmt, und ehrlich gesagt finde ich das sich entwickelnde Chartmuster gar nicht so schlecht. Das wichtige Niveau, das man im weiteren Verlauf im Auge behalten sollte, ist 100,50. Die andere Währung, die man nächste Woche beobachten sollte, könnte der Yen sein. Er ist wieder auf Niveaus zurückgekehrt, die die japanische Zentralbank in der Vergangenheit zu Interventionen veranlasst haben, zuletzt Ende April.

Kurzfristige geokosmische Gedanken

Geokosmisch gesehen ist der Juni ein recht ruhiger Monat, bevor ab Juli die eigentliche Show beginnt. Allerdings steht nächste Woche, am 9. Juni, eine Venus/Jupiter-Konjunktion an. Da die Venus über Währungen und Sojabohnen herrscht, könnten wir um diese Zeit herum einige Bewegungen in diesen Märkten sehen. Achten Sie auch hier wieder auf mögliche Interventionen beim japanischen Yen.

Längerfristige Überlegungen und Meinungen

Ein Auszug aus dem aktuellen MMA Monthly Crypto Report, der am 3. Juni veröffentlicht wurde und von den Analysten Gianni Di Poce und Pouyan Zolfagharnia verfasst wurde…

«Aus geokosmischer Sicht war es für Kryptowährungen eher ruhig, seit Uranus in das Zwillinge-Zeichen eingetreten ist. Die größere Sorge gilt weiterhin den historischen Uranus-Studien von Ray Merriman und der Frage, wie sich diese diesmal auf Kryptowährungen auswirken könnten. Sektoren, die von dem Zeichen beherrscht werden, durch das Uranus gerade wandert, neigen zu unglaublichen «Boom-Bust»-Zyklen, bei denen die Kurse um das 48-fache steigen können (im Fall der Kryptowährungen war es sogar noch mehr), worauf jedoch Einbrüche von 7090 % folgen. Aber das Schlimmste ist vielleicht, dass die früheren Allzeithochs jahrelang nicht übertroffen werden, in manchen Fällen sogar über ein Jahrzehnt lang.

Schauen Sie zum Beispiel die Situation an, als Uranus im Wassermann stand. Der Nasdaq erreichte im März 2000 ein Hoch und erreichte erst 2015 wieder ein neues Allzeithoch. Dann gab es Uranus in den Fischen für Rohöl. Wir haben das Hoch von Rohöl aus dem Jahr 2008 immer noch nicht herausgenommen, und das sind nun schon 18 Jahre. Diese Art von Informationen soll keine Angst schüren, sondern vielmehr das Bewusstsein schärfen. Die «Buy-and-Hold»-Strategie, die so gut zum Stier passt, wird diesmal einfach nicht ausreichen. Zwillinge sind aufgrund ihrer lebhaften Natur viel dynamischer. Kryptowährungen könnten sehr wohl in eine neue Ära des Tradens eintreten, in der sich starke, volatile Kursschwankungen in beide Richtungen entfalten.»

Uranus verließ am 25. April das Zeichen Stier (Geld und Währungen) und trat in das Zeichen Zwillinge ein. Dort wird er für etwa die nächsten 6 Jahre verbleiben. Während seiner Zeit im Stier verzeichnete Bitcoin eine erstaunliche Wertsteigerung von 3.500 % von seinen Tiefs im Jahr 2019 bis zu seinem Hoch im Oktober 2025. Dies lässt sich zweifellos als ein von Uranus angeheizter «Boom» einstufen. Doch nun stellt sich die Frage: «Wird es einen Einbruch geben?» Die Geschichte der Zeichenwechsel von Uranus legt nahe, dass dies durchaus möglich ist.

Selbst wenn sich eine «Bust»(Pleite)-Phase entwickelt, wird Bitcoin dennoch enorme mittelfristige Handelsmöglichkeiten bieten, bei denen beträchtliche Gewinne erzielt werden können. Wie der Auszug jedoch hervorhebt, ist die «Buy-and-Hold»-Strategie, bei der ein Investor in den nächsten 6 Jahren eine weitere Rendite von 3.500 % erwartet, nach historischen Vorläufern kein Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit. Selbst Michael Saylors Strategie scheint diesen Stimmungsumschwung zu signalisieren, da er in den letzten Wochen 32 Bitcoins verkauft hat. Zugegebenermaßen ist dies eine unbedeutende Menge im Vergleich zu den 843.706 Bitcoins, die das Unternehmen noch besitzt. Dennoch fand ich es seltsam symbolisch, dass ein Unternehmen, das vollständig auf dem Konzept des Sammelns und Haltens von Bitcoin basiert, einen Verkauf tätigte innerhalb eines Monats, nachdem Uranus das Zeichen des Stiers verlassen hatte.

Da Uranus die nächsten 6 Jahre im Zeichen der Zwillinge verbringt, kann ich als Trader nicht umhin zu denken, dass Kenny Rogers’ Song «The Gambler» vielleicht einen guten Rat bietet. Insbesondere die Zeile «You gotta know when to hold ’em, know when to fold ’em, know when to walk away, know when to run.»

Anmerkung

DER MMA 2026 RETREAT FÜR TRADING UND INVESTMENT WAR FANTASTISCH! Der bisher beste! Die Aufzeichnungen sind jetzt verfügbar. Erleben Sie die Faszination dieses großartigen Events, solange es noch ganz frisch ist!
Dieser besondere viertägige Retreat begann mit Ray Merrimans Einführung in die «Post-Widder-Wirbel-Ära», die offiziell mit der geokosmischen Konstellation vom 20. Februar 2026 und dem politischen Ereignis vom 7. April 2026 begann, das dem Frieden eine Chance gab.
Dieser Retreat umfasste spezielle Vorträge und interaktive Diskussionen über aktuelle und zukünftige weltpolitische Entwicklungen bis 2030, die sich voraussichtlich auf die Finanzmärkte auswirken werden. Diese wurden von den Weltklasse-Mundanastrologen Claude Weiss (Schweiz), Christeen Skinner (Großbritannien), Christof Niederwieser (Deutschland), Pouyan Zolfagharnia (Großbritannien) und Raymond Merriman (USA) gehalten. Zu ihnen gesellten sich MMTA-Direktorin Wiebke Held (Deutschland) sowie die MMA-Analysten Wyatt Fellows (USA), Ulric Aspegrén (Schweiz), Gianni Di Poce (USA) und MMA-Trading-Coach Rita Perea (USA), um die MMA-Timing-Methoden und kurzfristigen Trading-Strategien zu erörtern.
Die Veranstaltung befasste sich mit den einzigartigen, forschungsbasierten MMA-Methoden zur Identifizierung von Primär-, Halbzyklen, Hauptzyklen und Handelszyklen. Außerdem wurden die Voraussetzungen und Schritte behandelt, die für die Anwendung der soli-lunaren Umkehrdaten der MMA bei sehr kurzfristigen, aggressiven Trades mit Bitcoin, Aktienindizes und Edelmetallen erforderlich sind.

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MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

Abonnements: 1 Jahr Fr. 420.– / € 420.–, 4 Monate Fr. 160.– / € 160.– oder 2 Monate Fr. 85.– / € 85.–
Der deutschsprachige Börsenbrief von Raymond Merriman bietet einen einzigartigen langfristigen Ausblick auf die folgenden Märkte: den DJIA (Dow Jones Industrial Average), den SMI (Swiss Market Index), den DAX (Deutscher Aktien-Index), Gold und Silber, Währungen sowie Rohöl.
Der MMA Cycles Report auf Deutsch erscheint einmal pro Monat und umfasst ca. 30–40 Seiten (inklusive 12–15 Charts).
Der Versand erfolgt nur per E-Mail.

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