Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 15. 11. 2021

Rückblick und Vorschau

Die Inflation in den USA erreichte im Oktober ein Drei-Jahrzehnte-Hoch und bescherte den Haushalten aufgrund der anhaltenden Angebotsknappheit und der starken Verbrauchernachfrage erhebliche, weit verbreitete Preissteigerungen. – Gwen Guilford, «Inflation Rate of 6.2 % Marks A 31-Year High», Wall Street Journal, 11. November 2021.

Joe Bidens nächster politischer Alptraum ist die Inflation, eine Kraft, die Familienbudgets und politische Karrieren zerstören kann und von inländischen und globalen Faktoren angetrieben wird, die ein Präsident nur schwer in den Griff bekommen kann. – Stephen Collinson, «Why Inflation Is A Political Nightmare For Biden», www.cnn.com, 11. November 2021.

Die höheren Inflationszahlen waren letzte Woche nicht so positiv für die Aktienkurse, aber sehr gut für Gold und Silber. 

Die meisten globalen Aktienindizes verzeichneten am Ende der Vorwoche oder Anfang letzter Woche neue Zyklus- und sogar Allzeithochs und fielen dann innerhalb der üblichen 3 bis 5 Handelstage auf ein Tief Mitte letzter Woche. Es gab einige bemerkenswerte Ausnahmen, wie den deutschen DAX, der am Freitag, den 12. November, ein neues Allzeithoch erreichte, und den Shanghai Stock Composite (SSE), der Ende letzter Woche auf den tiefsten Stand seit dem 23. August fiel und dann wieder eine Rallye begann.

Die Kryptowährungen entwickelten sich bis Mitte letzter Woche hervorragend. Bitcoin und Ethereum verzeichneten neue Allzeithochs. Gleichzeitig kam es jedoch auch wieder zu einem sehr grossen Ausverkauf. 

Das bizarrste Marktverhalten war bei den stabilen Währungen und Edelmetallen zu beobachten. Normalerweise fallen Gold und Silber, wenn der Euro fällt und der US-Dollar steigt, aber wir befinden uns gerade mitten in einer heftigen kosmischen Uranus-Aktivität, und für Uranus gelten keine Regeln. 

Der Euro stürzte auf den tiefsten Stand seit Juli 2020. Aber gleichzeitig stieg der Goldkurs auf den höchsten Stand seit fast fünf Monaten. Sie können mir jetzt dafür danken, dass ich die Korrelation von Mars-im-Skorpion zu grossen Rallyes von Gold entdeckt habe, wie sie in den Monats-, Wochen- und Tagesreports sowie im letzten Webinar vom 3. September detailliert beschrieben wurde. Dort habe ich ausgeführt, dass der richtige Zeitpunkt für den Kauf eines Tiefs in den letzten beiden Oktoberwochen liegt, worauf eine grosse Rallye im November/Dezember folgt. Ich danke Ihnen dafür, denn wir alle wissen, dass ein Analyst nur so gut ist wie seine letzte Einschätzung, und die war hervorragend, vor allem, weil der Dollar ebenfalls stieg. Vor nur einer Woche, am 3. November, wurde Gold bei 1758 gehandelt und testete damit sein Tief bei 1750 bis 1760 vom 6. und 18. Oktober. Am Freitag, dem 12. November, lag der Kurs bei 1871. Ich sollte mich jetzt zur Ruhe setzen. Aber der Handel läuft noch, und ich könnte noch die Bank sprengen. Dann kann ich mich zur Ruhe setzen. War nur ein Scherz. Ich kann mich nicht zur Ruhe setzen. Ich habe die Sonne und den Mond im Steinbock und der Mars steht auch dort. Wenn ich mich zur Ruhe setze, verwandle ich mich in einen Stein. Oder noch schlimmer, in eine Kartoffel. Ich würde nicht glücklich sein. Nicht, dass man bei einem Steinbock-Stellium jemals wirklich, wirklich glücklich sein könnte. Nun, vielleicht wenn dazu eine Venus/Jupiter-Konjunktion im Skorpion im zweiten Haus käme, die ich glücklicherweise auch habe.

Aber genug von mir. Lassen Sie uns über Joe Biden reden.

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

Zunächst werfen wir jedoch einen kurzen Blick auf die Geokosmik der nächsten Woche. Sie ist sehr aktiv und beendet das kraftvolle T-Quadrat zwischen Sonne und Mars und dem Saturn/Uranus-Quadrat vom 4. bis 17. November. Am 17. November markiert der welterschütternde Mars in Opposition zu Uranus das Ende dieser Signatur. Allerdings könnte es mit dem Vollmond vom 19. November noch einige Nachbeben geben. Dies alles findet in den letzten vier Graden des Skorpions statt, wo sich sein Stachel befindet. Da ich in Arizona lebe, weiss ich alles über den Stachel des Skorpions. Man muss den Blick auf dem Boden lassen, um nicht auf eine dieser Kreaturen zu treten und gestochen zu werden, wenn Sie wissen, was ich meine. Joe Bidens Geburtstag findet dann statt. Er wurde am Tag des Stachels (20. November) geboren. Fragen Sie einfach jeden, der versucht, im Leben weiterzukommen. Aber dann verlässt die Sonne am 22. November den Skorpion und tritt in das Zeichen des Weihnachtsmannes, des Schützen, ein, eine Jahreszeit, in der normalerweise Wohlwollen und Wohltätigkeit im Überfluss vorhanden sind und die Aktienmärkte jubeln; ebenso wie die Einzelhändler, die zu dieser Jahreszeit den grössten Teil ihres Geldes verdienen. 

Kommen wir nun zu den wirtschaftlichen – und damit auch politischen – Nachrichten des Tages zurück. Das 31-Jahres-Hoch der Inflation von letzter Woche weckt Erinnerungen an die Ära Jimmy Carter. Sie erinnern sich an Präsident Carter und unsere Kommentare vor der Wahl 2020, dass Joe Biden, seine Politik und seine Leistungen wahrscheinlich die Reinkarnation von Jimmy Carter sein würden. Dies beruhte auf der Tatsache, dass Carter beim letzten Duchgang des 45-jährigen Saturn/Uranus-Zyklus zum Präsidenten gewählt wurde. Damals dachte niemand so. Aber es gibt ja auch nicht viele, die auf die Korrelation von langfristigen planetaren Zyklen und den Zyklen von Wirtschaft und Politik achten. 

Carter vermasselte einen Plan zur Rettung amerikanischer Geiseln im Iran. Bidens Militärstrategie zur Evakuierung von Amerikanern und deren Unterstützern in Afghanistan wurde ähnlich kritisiert, obwohl Biden selbst die Evakuierung als «außerordentlichen Erfolg» bezeichnete. 

Unter Carter begann die US-Wirtschaft mit rekordverdächtigen Erfolgen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die USA in eine gewaltige Inflationsspirale gerieten und die Wirtschaft für mehrere Jahre und bis zum Ende seiner Amtszeit in eine Phase der Stagflation und des geringen Wachstums versank. Auch Biden begann seine Amtszeit mit einer starken, rekordverdächtigen Wirtschaft, doch nun befindet er sich in einer Inflationsspirale, die ausser Kontrolle geraten zu sein scheint. Die Wirtschaft ist immer noch stark, aber Biden ist erst seit 10 Monaten im Amt. Er hat also noch viel Zeit, um das Schiff mit wirksamen neuen Wirtschaftsstrategien auf Kurs zu bringen. Oder es zu versenken. 

Da Jupiter zwischen dem 29. Dezember 2021 und dem 16. Mai 2022 in das Wasserzeichen Fische zurückkehrt, wo er eine Konjunktion mit Neptun bildet, dem Gott der Meere, ist es vielleicht an der Zeit, in Schwimmwesten zu investieren. Jupiter und Neptun in den Fischen weisen auf die Gefahr des Ertrinkens hin, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Sobald die Flut (der Inflation) mit Jupiter in den Fischen einsetzt, kann sie schnell zu einer Flutwelle anschwellen. Vielleicht wird daraus sogar ein Tsunami. Mit Jupiter können die Dinge viel stärker expandieren, als irgendjemand vorhergesehen hat. Wenn Neptun und Fische beteiligt sind, gehen Grenzen und Kontrollen verloren, und Lösungen basieren eher auf Hoffnung und Glauben als auf Wissenschaft und Realität. 

Die gute Nachricht ist, dass die Ängste und die Hysterie unter Jupiter in den Fischen nicht von langer Dauer sind. Sie enden Mitte Mai. Die weniger gute Nachricht ist, dass Jupiter dann in den Widder läuft, was eine Menge Spass machen kann, aber auch eine Menge Wut, Kampfgeist und Schuldzuweisungen an die Verantwortlichen mit sich bringt, während das Schiff auf den Eisberg zusteuert. Glücklicherweise ist der Eisberg aufgrund der globalen Erwärmung wahrscheinlich geschmolzen, bevor das Schiff dort ankommt, und die Führung wird wahrscheinlich die Lorbeeren dafür einheimsen, dass sie das Schiff vor der unvermeidlichen Kollision gerettet hat, die in Wirklichkeit gar nicht stattgefunden hätte. Das war alles nur eine weitere erfundene Krise, die viel zu sehr aufgebauscht wurde. Die wirkliche Gefahr in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts ist immer noch die Deflation. 

Nun, das war's für diese Woche. Ich kann nicht versprechen, dass es in der nächsten Woche einen Report geben wird, denn der Abgabetermin für die «Voraussagen für 2022» ist nächstes Wochenende, wenn wir eine Chance haben wollen, sie bis Mitte Dezember zu drucken und zu verschicken. Die Frist ist in diesem Jahr 10 Tage früher als sonst, weil die Unterbrechung der Lieferketten (in diesem Fall von Papier) überall zu Verzögerungen beim Druck und zur Inflation führt, nur nicht bei MMA. Wir halten immer noch an den gleichen Preisen wie vor zehn Jahren fest. Ich erwähnte, dass ich Steinbock bin, und manchmal sind wir bekannt dafür, sicher, beständig und langsam zu sein wie die Schildkröte, aber niemals wie die Kartoffel. 

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

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