Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 04.10.2021

Rückblick und Vorschau

Die Aktien expandierender Unternehmen erlebten ihren schlechtesten Monat seit dem pandemiebedingten Ausverkauf vom März 2020, T-Notes ihren höchsten seit Juni. Experten, die für das Wirtschaftswachstums ein weiteres starkes Quartal vorausgesagt hatten, senken ihre Schätzungen aufgrund von Engpässen in der Lieferkette und der hoch ansteckenden Delta-Variante von Covid-19. – Akane Otani, «Stocks End Quarter in Turmoil, Worst Month Since March '20», Wall Street Journal, 1. Oktober 2021.

«Ich habe dem Präsidenten und den demokratischen Führern klar gemacht», sagte Manchin in einer Erklärung, «dass die Ausgabe weiterer Billionen für neue und erweiterte Regierungsprogramme, wenn wir nicht einmal für die wesentlichen Sozialprogramme wie die Sozialversicherung und Medicare bezahlen können, fiskalischer Irrsinn ist.» - «Die Manchin-Intervention», Wall Street Journal, Meinungsseite, 1. Oktober 2021.

Die globalen Aktienmärkte begannen letzte Woche stark und stiegen von ihren Tiefs vom 20. September deutlich an. Doch dann drehte Merkur, der Trickster, am Montag, dem 27. September, auf rückläufig, und der Rückgang von den Allzeit- und Mehrjahreshochs vom August und Anfang September setzte sich bis Ende der vergangenen Woche fort.

In Asien und dem Pazifik-Gürtel war die Entwicklung uneinheitlich. Der Shanghai Composite und der Nikkei fielen bis Ende letzter Woche um 5,5 bzw. 6,9 % von ihren Mehrjahreshochs vom 14. September, einem geokosmischen kritischen Zwei-Sterne-Umschwung-Datum (KUD). Auch der australische ASX fiel in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit dem 2. Juni. Der indische Nifty blieb jedoch nahe bei seinem Allzeithochs vom 24. September. 

In Europa fiel der niederländische AEX um 5,3 % gegenüber seinem Allzeithoch vom 17. September, während der DAX um 6,47 % gegenüber seinem Allzeithoch vom 13. August nachgab. Der SMI war der grösste Verlierer der vergangenen Woche und fiel um fast 9 % von seinem Allzeithoch vom 18. August, während des letzten MMA-Drei-Sterne-KUDs. Der Londoner FTSE blieb in der Nähe seiner jüngsten Tiefs vom 20. September.

Alle drei grossen US-Indizes verharrten letzten Woche zumeist im Minus, bis zu einer grossen Rallye am Freitag. Der NASDAQ verlor am meisten und fiel um 7 % von seinem Allzeithoch vom 7. September. Alle drei Indizes testeten ihre Tiefs vom Juni und Juli letzten Jahres in einer ziemlich angespannten Handelswoche, die durch das Patt im Kongress bezüglich Bidens massivem Ausgabengesetz sowie der Delta-Variante von Covid-19 in Verbindung mit einem drohenden Shutdown der Regierung gekennzeichnet war. Es gelang zwar, den Shutdown für zwei weitere Monate abzuwenden, doch konnte man sich nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, so dass die Kreditwürdigkeit der USA weiterhin herabgestuft werden kann, wenn nicht bald etwas geschieht. Da Merkur bis zum 18. Oktober rückläufig ist, gibt es Grund zu bezweifeln, dass «bald» etwas Nachhaltiges geschehen wird.

Edelmetalle zeigten sich in der vergangenen Woche von einer auffälligen Seite, als Silber am Mittwoch, dem 29. September, auf ein Tief bei 21,41 fiel, ein Verlust von über 14 % seit dem 3. September, als es 25,00 testete. Dies war ein neues 3-Monate-Tief. Gold hielt sich oberhalb des Tiefs vom Beginn des Primärzyklus im August, was zu einem Fall von bullischer Intermarkt-Divergenz führte, als beide am Donnerstag, den 30. September, eine ansprechende Rallye hinlegten. Wie in unserem jüngsten Webinar vom 3. September besprochen, wird der Oktober voraussichtlich ein Wendepunkt für Gold sein.

Einer der Gründe, warum Edelmetalle (und T-Notes) so stark gefallen sind, ist der starke Anstieg des Dollars, der auf die zunehmende Sorge zurückgeht, dass das FED bald mit dem Tapering beginnen wird. Wie bereits erwähnt, sehen wir dies erst, wenn Jupiter wieder in die Fische läuft und sich von seinen positiven Aspekten zur Sonne/Pluto-Opposition des FED entfernt. Das wird nicht vor Mitte Januar der Fall sein. 

Interessanterweise haben Bitcoin und Ethereum mit dem Anstieg des Dollars ebenfalls eine Rallye hingelegt. Nachdem sie am 22. September ihre Tiefs erreicht hatten, stiegen beide Kryptowährungen über 20 % auf ein Hoch vom Freitag. Unsere Krypto-Kunden sind sehr zufrieden, denn unser fantastischer Lauf von Bitcoin und Ethereum setzt sich in diesem Jahr fort. 

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

Wir erwarten eine wichtige Woche für unsere Markt-Timing-Studien. Sie könnte auch einige ausgezeichnete Trading-Möglichkeiten bieten, obwohl Merkur, der Trickster, der vom 27. September bis zum 18. Oktober rückläufig ist, dagegen aufbegehren mag. Ich erwarte nicht, dass dieser rückläufige Merkur-Zyklus in der Waage einfach zu navigieren sein wird, aber die geokosmischen Zyklen, die sich jetzt entfalten, können immer noch mit einem bedeutsamen Umschwung an mehreren Finanzmärkten korrelieren.

Beginnen wir mit dem 25-monatigen synodischen Sonne/Mars-Zyklus, der am 8. Oktober in der Mitte der Waage stattfindet. Unsere Studien haben gezeigt, dass diese Konjunktion eine starke Korrelation zu großen Umschwüngen innerhalb eines Orbis von 8 Grad aufweist. Diese können in dieser Spanne beginnen oder enden. Das aktuelle Zeitfenster der Sonne/Mars-Konjunktion begann mit den Hochs um den 13. September (einige starteten mit den Hochs von Mitte August) und endet am 1. November. Historisch gesehen sind viele Aktienindizes um 8–20 % gefallen, wenn sich kurz vor oder während dieser Zeit ein Hoch bildete. Die meisten globalen Indizes sind bisher um 5–7 % zurückgegangen, mit Ausnahme des SMI, der dieses Mindestkursziel für den Rückgang bereits erreicht hat, da er seit seinem jüngsten Hoch vom 18. August um fast 9 % gefallen ist. Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass die Aktienindizes in diesem Monat noch weiter fallen könnten.

Sonne und Mars stehen astrologisch in der Waage nicht stark. Mars befindet sich dort im Exil. Allerdings läuft die Venus am 8. Oktober, einen Tag vor der Sonne/Mars-Konjunktion, für einen Monat in den Schützen. Venus im Schützen zeigt eine positive Korrelation zu den Aktienkursen, so dass es nicht verwunderlich wäre, wenn die Indizes in der Nähe dieses Ingresses ein Tief markieren. Die Möglichkeit eines Umschwungs in dieser Woche wird noch dadurch verstärkt, dass Pluto am 6. Oktober – zu Neumond – die Laufrichtung wechselt und Merkur am 7./8. Oktober die Mitte seiner Rückläufigkeit erreicht. Dies alles sind wichtige Indikatoren für das Markt-Timing. 

Ebenso stark wie die oben erwähnten geokosmischen Indikatoren für eine Umkehrung ist Saturn, der am 11. Oktober auf direktläufig dreht. Dies ist eine starke geokosmische Level 1-Signatur, die zu 70 % mit Primär- oder grösseren Zyklen innerhalb eines Orbis von 9 Handelstagen korreliert. Das psychologische Thema eines betonten Saturns ist Vorsicht und Defensive. In den Tagen um dieses kosmische Ereignis herrscht häufig ein Gefühl der Sorge und Angst vor der Zukunft.

Wie gehen wir also als Trader und Individuen damit um, wenn wir in Zeiten einer Pandemie und politischer Uneinigkeit mit solchen Unstimmigkeiten zurechtkommen wollen? Wir wachen jeden Tag auf und verpflichten uns, unser Bestes zu geben. Die Botschaft von Saturn lautet, Disziplin an den Tag zu legen sowie einen gut durchdachten, langfristigen Plan zu verfolgen. Das ist beim rückläufigen Merkur nicht immer einfach, denn der Trickster blüht in einem Klima der Ablenkung und des Chaos auf, vor allem, wenn sich Saturn (Disziplin) gleichzeitig in seinem abnehmenden Quadrat zu Uranus (noch mehr Chaos, Störung und Uneinigkeit) befindet. 

Der rückläufige Merkur ist bei Tradern wegen seiner Neigung zu vielen falschen Ausbrüchen und technischen Kauf-/Verkaufssignalen bekannt. Ausserdem kommt es in dieser Zeit überdurchschnittlich oft zu Missverständnissen und technischen Pannen («Warum funktionieren meine Word-, Gmail-, E-Mail- und YouTube-Programme plötzlich nicht mehr?»). Der Vorteil kann darin liegen, Fehler der Vergangenheit und Gegenwart, die den Fortschritt behindern, zu überprüfen und zu korrigieren. Pläne müssen angepasst werden, und Individuen sowie Trader, die aufgeschlossen und flexibel sind, können in diesem Zeitraum erfolgreich sein. 

Dies ist auch ein Hinweis an die ruchlosen Führer in Regierung und Gesellschaft, die versuchen, die Mehrheit der gemäßigten US-Bürger zu Schurken und Verrätern ihrer Nation zu machen. Sie sind rückwärts gewandt. Andererseits beginnen wir einen neuen Monat mit sechs rückläufigen Planeten (sieben, inclusive Chiron), eine Zeit in der sich der Kosmos ebenfalls rückwärts zu bewegen scheint.

All diese Rückläufigkeiten. Es ist an der Zeit, zu überprüfen, zu revidieren und neu zu beginnen.

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