Jupiter/Saturn-Konjunktion in Wassermann: Aufbruch in eine neue Ära

 

Von Claude Weiss

Im Herbst vor einem Jahr stellten wir in unserem Newsletter vom 6. September 2019 in Aussicht, dass die «epochale Konstellation von 2020» vor der Tür steht. Damit meinten wir, aufgrund von vier Konjunktionen der Langsamläufer im Steinbockzeichen, dass es 2020 bezüglich der vorherrschenden Zeitqualität zu einem Wechsel von Venus- zu Saturn-Qualitäten kommt. Dies haben wir in der Folge durch coronabedingte Distanzvorschriften, welche Nähe und Zusammensein plötzlich stark einschränkten, dramatisch erfahren. 

Schwer eingeschränkt wurden auch unsere Reisemöglichkeiten und damit auch die Belohnungen, die uns im Zusammenhang mit günstigen Ferien an schönen Orten für den Stress entschädigten, der sich aufgrund eines anspruchsvollen Arbeitspensum im Laufe des Jahres angesammelt hatte. So funktionierte bisher der Ausgleich zwischen Arbeit (Saturn) und Vergnügen (Venus) in unseren wirtschaftlich erfolgreichen Gesellschaften, die es wohl auch deshalb sind, weil wir dem Prinzip «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen» nachleben. Dieser Grundsatz wird zwar durch die zunehmend um sich greifende Schuldenwirtschaft unterhöhlt, aber er prägt im Allgemeinen nach wie vor unsere Mentalität. Werden jedoch die venusischen Belohnungen gekappt, gerät das System aus dem Gleichgewicht, und dies ist mit ein Grund, warum viele von uns unzufrieden sind. So fragen wir uns, ob unser bisheriges Streben nach materieller Absicherung, damit wir uns auch mit gutem Gewissen etwas leisten können, nach wie vor aufgeht, oder ob wir uns vermehrt nach einer stimmigen «Lebensqualität» und «Work-Life-Balance» ausrichten sollten. Zu einer solchen Haltung regen uns bekanntlich auch die sogenannten «Millennials» an, jene Jahrgänge, die zwischen dem Beginn der 1980er und dem Ende der 1990er Jahre geboren wurden und andere Prioritäten setzen. Entsprechende Veränderungen unserer Einstellung dürften allerdings auch von der Jupiter/Saturn-Konjunktion angeregt werden, die am 21. Dezember, zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende, im Wassermannzeichen stattfindet.
 

Die vom Wassermannzeichen geprägten nächsten 20 Jahre 

Zwischen dem 12. Januar und 12. November 2020 ereigneten sich eine Saturn/Pluto- und drei Jupiter/Pluto-Konjunktionen, die allesamt im Steinbockzeichen stattfanden. Für alle diese Konjunktionen und die damit verbundene Periode gelten die oben beschriebenen Entsprechungen eines Wechsels von Venus- zu Saturn-Qualitäten. Die letzte der insgesamt fünf Langsamläufer-Konjunktionen des Jahres 2020 findet allerdings im Wassermannzeichen statt, womit durch die Jupiter/Saturn-Konjunktion vom 21. Dezember eine neue Qualität ins Spiel kommt. So fordern uns die bisherigen Langsamläufer-Konjunktionen im Steinbockzeichen dazu auf, die Kausalität der Vergangenheit und die Konsequenzen früherer Handlungen aufzuarbeiten, um uns von  Altlasten zu befreien. Im Wassermannzeichen ist dies nun anders. Hier weht ein frischer Wind, der uns dazu ermutigt, neue Lösungen für bisherige Probleme in einem freiheitlichen, teamorientierten Geist zu entwerfen. Dabei ist es auffällig, dass die Covid-19-Pandemie uns zwar im Hinblick auf Weihnachten 2020 mit notwendig gewordenen, unerwarteten Verschärfungen konfrontiert, aber gleichzeitig um die Zeit von Anfang bis Mitte November – als die letzte Konjunktion im Steinbockzeichen auslief – vielversprechende Impfungen gegen Coid 19 bekannt wurden. Damit besteht die Aussicht, dass die schwerwiegenden Einschränkungen unserer Lebensqualität aufgrund von Covid-19 bald ein Ende haben könnten. Praktisch gleichzeitig wurde in der ersten Novemberhälfte auch klar, dass Trump mit seinen Versuchen, die amerikanische Demokratie auszuhöhlen, um sich trotz Abwahl an der Macht zu halten, scheitern dürfte. Dies sind positive Aussichten nicht nur für das nächste Jahr, sondern für die ganzen 20 Jahre des im Dezember beginnenden Jupiter/Saturn-Zyklus, der erst 2040 durch die nächste Konjunktion der beiden Langsamläufer, ebenfalls in einem Luftzeichen, abgelöst wird. Dafür, dass die Wassermannqualität bis mindestens 2040 im Vordergrund steht, gibt es aber auch eine ganze Reihe von weiteren Gründen:

  • Bereits am 17. Dezember ist Saturn ins Wassermannzeichen getreten. In diesem Zeichen bleibt er bis März 2023, worauf ihn Pluto ablöst, der für weitere 20 Jahre das Wassermannzeichen prägt. Das letzte Mal, als Pluto in diesem Zeichen verweilte, war von 1778–1798, eine bewegte Periode, während welcher sich die Vereinigten Staaten als neue Nation durchsetzten, der Mensch erstmals in die Luft ging,und die Französische Revolution stattfand. 
  • Während des Jahres 2021 ereignen sich zwischen dem Herrscher des Steinbockzeichens (Saturn) und jenem des Wassermanns (Uranus) in Form von drei Quadraten zwischen Februar und Dezember Spannungsaspekte, die den Kampf zwischen dem Neuen und dem Alten symbolisieren. In dieser Zeit könnte eine neue, vom Uranus und vom Wassermannzeichen geprägte Welt Gestalt annehmen.

 

 

Die nächsten 200 Jahre sind von Luftzeichen geprägt

Mit der Jupiter/Saturn-Konjunktion in Wassermann erhält nicht nur dieses Zeichen besondere Bedeutung. Es kommt auch zu einem Wechsel von Jupiter/Saturn-Konjunktionen, die sich in den letzten zwei Jahrhunderten vorwiegend in den Erdzeichen ereigneten, zu solchen, die für die nächsten 200 Jahre hauptsächlich in Luftzeichen stattfinden. Die letzte derartige Konjunktion ereignet sich im Jahre 2199, wieder im Wassermann, am Ende des Zeichens. Damit findet gegenwärtig ein Wechsel von einer sich an der Materie und am Konkreten orientierenden Haltung zu einer kommunikativen, wissensbasierten Einstellung statt.  

Um eine vergleichbare Periode von Jupiter/Saturn-Konjunktionen, die sich hauptsächlich in Luftzeichen ereigneten, zu finden, muss man ganze 800 Jahre zurückgehen. Im Jahre  1226 fand eine solche tatsächlich auf 3 Grad Wassermann statt, unweit der jetzigen Konjunktion auf ½ Grad Wassermann, und sie leitete, wie die Konjunktion dieses Jahres, eine 200-jährige Periode in Luftzeichen ein, die mit einer letzten Konjunktion in der Luft im Jahre 1405 abgeschlossen wurde. Danach gab es dann für die nächsten 8 Jahrhunderte, bis zur gegenwärtigen Phase, keine weitere Konjunktion in der Luft. Damals wie heute gab es allerdings 40 Jahre vor dem Beginn systematischer Konjunktionen in Luftzeichen eine versprengte Vorläuferkonjunktion im Luftzeichen Waage, die die kommenden Zeiten ankündigte, jeweils 1186 und 1980/81. Um Schlüsse auf die vor uns liegende Zeit zu ziehen, ist es deshalb interessant zu wissen, was damals passierte: Um jene Zeit (1180–1230) entstanden einige der traditionsreichsten Universitäten der Welt und es kam in England zur Magna Charta von 1215, durch welche die Befugnisse des Königs eingeschränkt wurden. Gleichzeitig bildete sich als Gegenpol zum Adel und Klerus ein neuer Stand bürgerlicher Handwerker und Kaufleute. Auch fanden Leibeigene aus ländlichen Gebieten durch Umzug in die Stadt Freiheit. Dazu hiess es: «Stadtluft macht frei». 

Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, verweisen wir auf die Dezember 2020/Januar 2021-Ausgabe von Astrologie Heute und den Artikel von Andreas Bleeck «Die Jupiter/Saturn-Konjunktion in Luftzeichen» sowie auf Ray Merrimans «Voraussagen für 2021», ein Buch, in welchem sich der Autor damit auseinandersetzt, was der Wechsel des Elements, in dem die Jupiter/Saturn-Konjunktionen von nun an stattfinden, für uns alle bedeutet. Dabei gilt: Auch wenn uns zurzeit in erster Linie das Jahr 2021 beschäftigt, ist es gut zu wissen, dass mit dessen Start auch verschiedene übergeordnete Epochen eingeläutet werden, die mit einem markanten Tapetenwechsel einhergehen dürften. Der Blick richtet sich dabei, gemäss den oben aufgeführten kosmischen Konstellationen, sowohl auf die nächsten 20 als auch auf die nächsten 200 Jahre.
 

Zeit für eine Standortbestimmung und neue Ausrichtung

Eine Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn, wie sie sich alle 20 Jahre ereignet, ist jeweils eine gute Gelegenheit für eine Standortbestimmung, die – insbesondere im Wassermannzeichen – zu einer neuen Ausrichtung führen kann. Jupiter und Saturn verkörpern in unserem Horoskop die zwei Grundprinzipien des Gefördert- oder Gefordertwerdens. Wo Jupiter im Horoskop steht, erhielten wir in der Kindheit viele Erlaubnisse, und wir konnten erleben, dass sich unsere Eltern ebenso daran freuten, dass wir da waren, als sie das schätzten, was wir taten. Im Bereich der Saturn-Stellung wurden wir hingegen gefordert und wir erhielten immer wieder die Botschaft, wir könnten es besser und müssten uns noch mehr anstrengen, um den Erwartungen der Erwachsenen zu genügen. Dementsprechend macht uns Jupiter dazu geneigt, uns einiges zuzutrauen, Visionen eines erfüllten Lebens zu entwickeln und die Verwirklichung unseres Potenzials voranzutreiben. Er vermittelt uns ein Bild von dem, was im optimalen Fall möglich wäre und wie wir unsere Anlagen verwirklichen könnten. Saturn zeigt andererseits an, welche Regeln wir befolgen und einhalten müssen, um mit unseren Anliegen in einer Welt durchzukommen, in der wir nicht die Einzigen sind, die Ansprüche anmelden. So lehrt er uns, die Realität in unsere Vorhaben einzubeziehen und Disziplin zu üben, indem wir momentane Befriedigungen zugunsten längerfristiger Verwirklichungen aufschieben lernen. Dies führt zur Fähigkeit der Selbstberrschung, die wiederum wichtig ist, wenn wir eine gelungene Selbstverwirklichung anstreben. 

In der positiven Entsprechung kommt es zwischen Jupiter und Saturn zu einem Aushandeln und Ausbalancieren zwischen dem, was wir uns wünschen, und dem, was machbar ist. Wie sich unser Anspruch auf Fülle und Verwirklichung unseres Potenzials mit unserer Bereitschaft, uns im Rahmen der vorgegebenen Grenzen zu entfalten, verbinden lässt, kann unter der gegenwärtigen Jupiter/Saturn-Konjunktion im Wassermannzeichen eine Frage sein, die zu stellen sich lohnt. Schliesslich lädt uns diese Konstellation dazu ein, auf Neuland vorzustossen und uns selbst, wenn nicht neu zu erfinden, so doch einen Impuls zu geben, um mit Mut und Zuversicht auf die kommende Zeit zuzugehen.
 

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Zur bevorstehenden Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen zusammen mit dem Astrodata-Team alles Gute und trotz vorhandener Einschränkungen inspirierende und erfüllende Momente.

Claude Weiss