Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 11. 05. 2020

Anmerkung: Der wöchentliche Finanzbericht für nächste Woche (18.5.) fällt aufgrund eines Webinars von Ray Merriman aus.

Rückblick und kurzfristige geokosmische Signaturen

Das Arbeitsministerium berichtete am Freitag, durch das Coronavirus seien 20,5 Millionen Beschäftigte arbeitslos geworden und die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat auf 14,7 % emporgeschnellt. Die Arbeitslosenquote übertraf im April den Nachkriegsrekord von 10,8 %, blieb jedoch hinter der geschätzten Spitze von 24,9 % der Großen Depression zurück. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Oktober 2009 lag sie bei 10 %. Dennoch fielen die Zahlen besser aus als von der Wall Street erwartet. Die von Dow Jones befragten Ökonomen hatten mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahl um 21,5 Millionen und einer Arbeitslosenquote von 16 % gerechnet. – Yun Li and Katrina Bishop, ”2-Year Treasury Yield Hits New Record low of .0105 %,” www.cnbc.com, 8. Mai 2020. 

Die globalen Aktienmärkte tun genau das, was sie normalerweise tun, wenn sie auf die Phase der Rückläufigkeit der Venus zulaufen, die am 13. Mai beginnt: sie führen eine Rallye aus. Dies ist natürlich das Gegenteil von dem, was die meisten Menschen aufgrund des trostlosen Zustands der Weltwirtschaft vom Aktienmarkt erwarten, wenn die Wirtschaft absackt, wie der Verlust von Arbeitsplätzen der vergangenen Woche zeigt, der schlimmste seit der Großen Depression in den USA.

Die meisten globalen Aktienmärkte begannen die Woche markant tiefer, verbesserten sich dann aber im Laufe der Woche stetig. Dieses Muster war wirklich keine Überraschung, insbesondere in den USA, da der Mars am Montag, dem 4. Mai, das Merkur/Pluto-Quadrat der New Yorker Börse berührte, ein Transit, der historisch gesehen eine sehr hohe Korrelation mit plötzlichen scharfen, aber kurzen Ausverkäufen der Aktien aufweist, worauf dann beeindruckende Rallyes folgen. Da die Venus nächste Woche rückläufig wird und innerhalb von 7 Handelstagen eine historische 2:1-Korrelation mit Spitzen aufweist, war dies das perfekte geokosmische Handels-Setup.  

Dasselbe Verhalten zeigte sich auch bei anderen Indizes weltweit. Die globalen Aktienindizes erreichten in der Woche zuvor, am 29. und 30. April, ein Hoch nach dem Crash und gingen dann bis Montag, dem 4. Mai in einen starken Ausverkauf über. Anschließend stiegen sie bis zum 8. Mai kräftig an, aber nicht auf neue Zyklushochs, außer im Falle Chinas, wo der Shanghai Composite auf den höchsten Stand seit 8 Wochen kletterte, sowie des US-NASDAQ, der auf den höchsten Stand seit 9 Wochen stieg. Als Finanzastrologen und Marktbeobachter suchen wir nach Anzeichen für solche Divergenzen, wenn wir in geokosmische kritische Umschwungdaten eintreten. Und bis zum 20. Mai ist eine sehr wichtige geokosmische Periode in Kraft. Wie in unseren früheren Webinaren und MMA-Reports besprochen, ist dies eines der wichtigsten geokosmischen Zeitfenster des Jahres, genau wie der Zeitraum vom 20. März bis zum 4. April, den wir zuvor als den Höhepunkt der Krise des Aktienmarktes gekennzeichnet hatten.

Auch Bitcoin erlebte in der vergangenen Woche eine kräftige Rallye. Mit dem Hoch vom Freitag, dem 8. Mai kletterte Bitcoin zum ersten Mal seit dem 24. Februar über 10.000. Es testet nun sein Jahreshoch vom 13. Februar bei 10.519, etwa zur gleichen Zeit, als der DJIA sein Allzeithoch erreichte (12. Februar). Ebenfalls Rohöl entwickelte sich in der vergangenen Woche spannend, als es auf 27,98 stieg, ein Anstieg um mehr als das Vierfache seit seinem Tief vom 21. April, als der Juni-Kontrakt bei 6,50 gehandelt wurde. Gold, Silber, T-Notes und Währungen verhielten sich in der vergangenen Woche ebenfalls bemerkenswert, wobei es nach den Verlusten schöne Rallyes gab. Mit anderen Worten verhalten sich alle Märkte bemerkenswert, während wir in diese mächtige geokosmische Periode eintreten, in der aufgrund der Erfahrungen mit der Rückläufigkeit der Venus große Trendumschwünge wahrscheinlich sind.

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

"Es ist ein schmaler Grat, dem wir folgen müssen. Etwas zu viel Unachtsamkeit und die Epidemie setzt wieder ein. Etwas zu viel Vorsicht, und die gesamte Wirtschaft geht unter." – Frankreichs Premierminister Edouard Philippe, zitiert nach Greg Ip, "Risk-Based Distancing is Key to Reopen", Wall Street Journal, 6. Mai 2020.

Das Finanzministerium kündigte an, es werde im zweiten Quartal 2,99 Billionen Dollar aufnehmen, womit es den bisherigen Quartalsrekord von 569 Milliarden Dollar während der Rezession von 2008 wegbläst und die 1,28 Billionen Dollar in den Schatten stellt, die es im gesamten Jahr 2019 auf dem Anleihemarkt aufgenommen hat. – Paul Wiseman and Martin Crutsinger, “As US Borrows to Aid Economy, Usual Critics Cheer,” Associated Press, 6. Mai 2020.

Nicht nur die Venus wird diese Woche am 13. Mai rückläufig, sondern auch Saturn und Jupiter am 10. bzw. 14. Mai. Dass drei Planeten in derselben Woche rückläufig werden, ist ein seltenes kosmisches Phänomen und erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas Großes ankündigt, das einen plötzlichen Umschwung an den Finanzmärkten auslösen könnte.

Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf die Geschichte der rückläufigen Venus, denn dieser 19-monatige Planetenzyklus hat in letzter Zeit mehrmals eine wichtige Rolle gespielt, so am 10. Oktober 2002, als der Niedergang der Aktienmärkte mit dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2000 ein Ende fand. Oder auch am 6. März 2009, dem genauen Datum des Tiefs der Börsen (Tief des 72-Jahres-Zyklus) während der Großen Rezession von 2007 bis 2009. Zuletzt wurde die Venus am 5. Oktober 2018 rückläufig, nur zwei Tage nach einem Allzeithoch (Spitze des 4-Jahres-Zyklus), auf das ein dramatischer Rückgang auf das Tief des 4-Jahres-Zyklus vom 26. Dezember 2018 folgte, dem bis dato größten Rückgang seit der Großen Rezession. Die Rückläufigkeit der Venus dürfte sich diesmal nicht so dramatisch auswirken, denn ein langfristiges Zyklus-Tief oder -Hoch der Aktienmärkte ist derzeit nicht wahrscheinlich. Aber in 80 % der Fälle findet tendenziell ein Primär- oder Primär-Halbzyklus (oder ein größerer Zyklus) innerhalb von 12 Handelstagen nach der Rückläufigkeit der Venus statt; die meiste Zeit in 7 Tagen oder weniger. Auch befinden sich die Aktien im Zeitfenster für einen Primär- oder Primärhalb-Zyklus.

Wie in diesem Report schon früher häufig betont, herrscht die Venus über Liebe und Geld. Keine Liebe, kein Geld. Kein Geld, keine Liebe. Aber in Bezug auf Geld stellen wir fest, dass der Umschwung an den Aktienmärkten häufig mit Veränderungen der Politik der Zentralbanken, insbesondere des FED, zusammenhing. Im Oktober 2018 zum Beispiel wurde die kurzzeitige Panik an den Börsen (19 % Ausverkauf des DJIA) auf die Zinserhöhung des Fed zurückgeführt, eine Politik, die Präsident Donald Trump damals sehr verärgerte (etwas, das zu tun viel zu einfach war und immer noch ist). Kein Geld, keine Liebe. Die Zinssätze und die Lockerung der Geldpolitik sind bereits so zuvorkommend wie möglich, und es ist zweifelhaft, dass das Fed die Zinsen in den nächsten zwei Wochen erhöhen wird. Vielleicht hat es also mit einer Änderung der Politik durch eine der anderen Zentralbanken zu tun. Oder vielleicht hat es mit einer Währungsintervention oder einer Abwertung durch eine andere Nation zu tun. Oder es hat diesmal gar nichts mit den Finanzen zu tun, sondern mit einem verfehlten Umgang in der Liebe (denken Sie aktuell an Joe Biden und seine offensichtliche Meinungsänderung, Frauen zu glauben, die Männern übergriffiges Verhalten vorwerfen). Wem soll man mit der rückläufigen Venus in einem mehrwöchigen Quadrat zu Neptun noch glauben? Bei Problemen unter Neptun ist unsere Regel einfach: Sie dürfen niemandem glauben, auch nicht dem, was Sie lesen, hören oder sehen. (Die Enthüllung im Falle Michael Flynn [Anm.: ehemaliger Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, dem geheime Russland-Kontakte vorgeworfen wurden, die 2017 zu seinem Rücktritt führten. Am 8. Mai wurde die Vorwürfe auf Druck des Justizministeriums fallen gelassen] und die Vertuschung durch das FBI sind ein weiteres Beispiel dafür, warum Sie nicht glauben können, was Sie zur Zeit sehen, hören oder lesen). Da auch die Venus betont wird, ist dies besonders relevant in Angelegenheiten, die mit Liebe und Sex zu tun haben. Es wird eine "er sagte, sie sagte"-Situation sein. Die Wahrheit ist... irgendwo da draußen. Aber wo? Was steckt wirklich hinter den Aktivitäten und wem können wir vertrauen? Niemand weiß es. Diejenigen, die es wissen, sagen es nicht, und wenn sie es wissen, glaubt ihnen niemand. Es ist so neptunisch – astrologisch gesprochen. 

Das Gleiche gilt für den aktuellen Plan zur Lockerung der gesellschaftlichen Beschränkungen bei persönlichen oder wirtschaftlichen Aktivitäten aufgrund der Bedrohung durch das COVID-19-Virus. Wie erwartet, werden die Beschränkungen jetzt gelockert. Viele Regierungschefs wollen, dass die Wirtschaft zur Normalität zurückkehrt. Die Welt ist gespalten, ob sie diesen Schritt unterstützen oder darüber geschockt sein soll. Als Astrologen sind wir besorgt, weil Entscheidungen während der Rückläufigkeit häufig ohne ausreichende Informationen und Daten getroffen und später bereut werden. Mit Neptun in einem Spannungsaspekt zur Venus ist das jetzt noch wahrscheinlicher. 

Es wäre klug, bei sozialen und monetären Aktivitäten vorsichtig zu sein. Dies sind nicht die besten Zeiten für Kreditnehmer oder Kreditgeber, und es sind auch nicht die besten Zeiten, um sich auf intime oder sozial ausgerichtete Initiativen mit Fremden einzulassen (ist es das jemals?). Sowohl als "Käufer" wie als "Geliebter“ ist Vorsicht geboten. Keine Liebe, kein Geld. Kein Geld, keine Liebe. Aber es kann bei gegenseitiger Anziehung und einem einvernehmlichen Flirt in Ordnung sein, online zu kommunizieren. Die Venus im Zwilling im Quadrat zu Neptun in den Fischen wird vermutlich vermehrt derartige Aktivitäten begünstigen. Sagen Sie der anderen Partei einfach nicht, wo Sie wohnen oder wie viel Geld Sie besitzen, verdienen oder schulden. Und wenn andere es Ihnen verraten, nehmen Sie es mit einem Körnchen Salz. Nichts ist real, außer vielleicht die Möglichkeit einer Infektion oder Liebeskummer. Ich weiß, es ist Frühling für die meisten Menschen auf der Welt und die Beschränkungen werden gelockert, aber seien Sie noch nicht unvorsichtig.

Wir werden dies und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte in der nächsten Woche im Sonderreport "Mitt-Jahres-Rückblick auf die Finanzmärkte" erörtern. Bis dann!

Korrektur der letzten Ausgabe 

Dort hieß es: Den Beginn dieser Periode markiert der Transit des Mars, der eine Konjunktion mit dem Merkur und der Sonne sowie ein Quadrat zum Pluto in der Radix der New Yorker Börse vom 17. Mai 1792 bildet. In Wirklichkeit muss es heißen: Mars, der eine Konjunktion mit dem Pluto sowie ein Quadrat zu Merkur und der Sonne … bildet.

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