
Stichworte der Woche: Wenn es nicht nach dem Sprichwort: «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg» läuft / Erwartungen, Wünsche und die Wirklichkeit / Unangenehme Einsichten und neue Lösungsansätze, Geduld und eine pragmatische Haltung, verbunden mit echter Toleranz und Offenheit für neue Ideen, bringen weiter.
In der Sprache der Meteorologie würde man die astrologischen Bedingungen dieser Woche am besten mit dem Begriff «wechselnd bewölkt» beschreiben. Wichtige Einsichten die Klarheit bringen, vielversprechende Möglichkeiten die neue Wege aufzeigen und emotional aufwühlende Vorfälle, die eine Entscheidung mit potenziell gefährlichen Folgen erfordern, halten sich in diesen Tagen die Waage. Die intensiven Sturm-und-Drang-Energien nehmen langsam ab, und es gilt immer wieder zu akzeptieren, dass nicht alles mit Willenskraft erzwungen werden kann. Weiter kommt man hingegen gemäss dem Sprichwort «Geduld bringt Rosen».
Gleichzeitig sollte man aber auch eine Neigung zu resignieren im Zaum halten und in Bereichen, in denen es möglich ist, sich engagieren. Insgesamt dürfte jedoch immer deutlicher werden, dass im laufenden Wertewandel ein grundsätzlicher Perspektivenwechsel stattfindet, und es gilt, sich entsprechend neu auszurichten.
Generell dürfte die Stimmung in diesen Tagen etwas sachlicher und objektiver werden. Damit wird es möglich, sich mit anderen über das Geschehen und Erleben auszutauschen, Informationen einzuholen, Vor- und Nachteile von Möglichkeiten und Entscheidungen abzuwägen. Allerdings ist gleichzeitig vor allem im Bereich der Kommunikation die Empfindlichkeit deutlich erhöht. Entsprechend können auch scheinbar banale Informationen, Bemerkungen und Aussagen grosse Betroffenheit und wenig rationale Reaktionen auslösen. Ebenso die Erkenntnis, dass es trotz guter Planung und grossem Einsatz nicht möglich ist, Erwartungen zu erfüllen und die vorgesehenen Ziele zu erreichen. Heikel wird es in diesem Zusammenhang vor allem dann, wenn persönliche Betroffenheit oder ein subjektives Gefühl von Ungerechtigkeit in Wut umschlagen, Sündenböcke gesucht und verfolgt werden. Aber auch ein durch tiefsitzende Ängste, Ur-Instinkte und Triebe bestimmtes Verhalten oder Entscheidungen, die ausschliesslich aufgrund von sachlich-kritischem Kalkül gefällt werden, bergen die Gefahr von letztlich destruktiven Eskalationen. Wenn es in solchen Situationen hingegen gelingt, anderen Haltungen und Reaktionen einigermassen offen zu begegnen, und sich auch da, wo Weltbilder, Sichtweisen und Erfahrungen auseinanderklaffen, nicht auf einen Kampf um DIE Wahrheit einzulassen, sondern anstelle von Kritik und Angriff Respekt, Mitgefühl und Verständnis zu üben, können in diesen Tagen auch grosse Abgründe überbrückt, alte Wunden geheilt und ganz neue Wege gefunden werden.
Auf der etwas konkreteren Ebene geht es immer wieder um die verschiedenen Wertesysteme. Dazu zählt einerseits das Bedürfnis, das was persönlich wichtig ist, zu schützen und zu erhalten, andererseits aber auch die Frage, wie neue Ideen und Errungenschaften konkretisiert, Abmachungen und Kontakte gefestigt und stabilisiert werden können. Dies gilt für die persönliche Ebene ebenso wie für die sozialen und politischen Entwicklungen.
Gemäss einer anderen Konstellation stehen zudem in Bezug auf moralische und ethische Fragen sowie im Umgang mit unterschiedlichen kulturellen und politischen Haltungen wichtige Entwicklungen an. Im Vordergrund stehen dabei Entscheidungen und Verhaltensweisen, die von einigen als ungerecht, schädlich oder auch einfach falsch und schlecht empfunden werden, während andere sie als stimmig, nötig und rechtens sehen. Im besten Fall gelingt dabei die Verständigung auf einen Weg, eine Lösung, die von allen akzeptiert werden kann. Potenziell gefährliche Entwicklungen drohen dann, wenn alte, offene Wunden einen klaren Blick auf die aktuelle Wirklichkeit verhindern oder die verschiedenen Parteien sich im Kampf um die Deutungshoheit gegenseitig beschuldigen.
Am Montag setzt sich der bereits am Sonntag begonnene Stimmungs- und Energiewandel fort. Das Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung ist an diesem Tag gross. Die Konstellationen eignen sich damit bestens für organisatorische Aufgaben, Abklärungen oder Aufräumarbeiten aller Art. Allenfalls geht es an diesem Tag auch darum, ernüchternde Erkenntnisse und Informationen zu be- und verarbeiten, sich mit den zunehmend deutlicher werdenden, teils auch unangenehmen Wirklichkeiten zu beschäftigen und die nötigen Anpassungen vorzunehmen. Auch der Körper dankt es Ihnen, wenn Sie sich um seine Bedürfnisse kümmern.
Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist das Bedürfnis nach Kontakten, Begegnungen und Austausch gross, damit verbunden aber auch das Streben nach Ausgleich und Gerechtigkeit. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Klarheit über den Zustand Ihrer Beziehungen zu gewinnen. Fragen Sie sich, inwieweit in diesen ein Gleichgewicht in Bezug auf Geben und Nehmen herrscht, und suchen Sie nach Wegen, die es allen erlauben, ihren Beitrag gemäss ihrer Natur und Fähigkeiten zu leisten. Die Konstellationen können auch genutzt werden, um sich mit enttäuschten Erwartungen oder Verletzungen aus der Vergangenheit zu beschäftigen, die damit verbundenen Prozesse zu erkennen und zu verstehen. Wenn es Ihnen in solchen Prozessen gelingt, allfällige Tendenzen zu zügeln, Ihr Gegenüber anzugreifen, dieses oder sich selbst zu beschuldigen, stehen die Chancen für eine Versöhnung oder Klärung gut.
Am Donnerstagabend wechselt die Stimmung erneut, die Intensität wächst. Ebenso das Bedürfnis, sich mit den Hintergründen und Motiven für eine Geschichte zu beschäftigen, zum Ursprung und Kern eines Prozesses vorzudringen. Am Freitagabend ist Vollmond (genau 19.23 Uhr). Damit erreichen Prozesse, die vor zwei Wochen begannen, einen Höhe- und Wendepunkt. Allenfalls wird deutlich, worum es wirklich geht. Generell ist die Stimmung sowohl am Freitag wie auch am Samstag geprägt durch grosse Intensität und Spannung, verbunden mit einem starken Drang nach Klarheit, einer Tendenz zu ebenso grosser Betroffenheit und damit verbunden zu heftigen und leidenschaftlichen Re-Aktionen. Seien Sie an diesen Tagen besonders achtsam, sowohl in Bezug auf sich selbst und Ihre eigenen Emotionen, aber auch im Umgang mit anderen. Wenn Sie zu jenen gehören, die Ihre eigenen Gefühle im Zaum halten und versuchen, alles sachlich und pragmatisch anzugehen und zu erklären, dürften Sie in dieser Zeit vermehrt mit Menschen zu tun haben, die sich in Ihren Augen irrational verhalten und gänzlich unerwartet reagieren. Wenn Sie jedoch bereit sind, genau hinzusehen und mit dem was deutlich wird umzugehen, eignen sich die Konstellationen bestens, um ein neues Verständnis für alte Traumas zu gewinnen und einen Heilungsprozess zu starten.
Am Sonntag wechselt die Stimmung nochmals. Die Aufmerksamkeit wendet sich Fragen rund um Moral und Ethik zu, das Bedürfnis nach Gerechtigkeit und der Drang, die grösseren Zusammenhänge und den tieferen Sinn eines Geschehens zu verstehen, wachsen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft sich zu empören, Schuldige und Sündenböcke zu suchen, besonders hoch. Zügeln Sie entsprechende Impulse bei sich selbst, bleiben Sie möglichst gelassen, wenn es andere tun und lassen Sie sich, wenn möglich, in Auseinandersetzungen über Recht und Unrecht nicht zu vorschnellen Urteilen provozieren.